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Biosphäre Bliesgau: Wintringer Hof soll zum Schmuckstück werden

Wintringer : Aus einer schmucklosen Scheune soll in drei Jahren ein Schmuckstück am Eingang zum Biosphärenreservat werden.

Wintringer : Aus einer schmucklosen Scheune soll in drei Jahren ein Schmuckstück am Eingang zum Biosphärenreservat werden.

Kleinblittersdorf. Die Pläne der Lebenshilfe Obere Saar für das Gebäude auf dem Wintringer Hof weisen ins Jahr 2013. Dann soll alles fertig sein. Und für Lebenshilfe-Verwaltungsleiter Klaus Posselt steht fest: „Das wird klasse.“ Aus einer schmucklosen Scheune ist dann ein Schmuckstück am Eingang zum Biosphärenreservat geworden. Wo heute Stille ist, sollen morgen Familienfeste Lebensfreude in die Gastwirtschaft tragen. Weiter oben im Haus hören Besucher der Biosphäre Vorträge. Tags darauf stehen wieder Schulungen für Biosphären-Gästeführer auf dem Programm in dem zweieinhalbstöckigen Gebäude. In den drei Gästezimmern schöpfen unterdessen Pilger Kraft für die nächste Etappe auf dem Jakobsweg, an dem der malerische Hof liegt. Bevor die Gäste Richtung Auersmacher und Rilchingen-Hanweiler weiterziehen, können sie in der neuen Schaubrennerei erleben, wie aus dem Öko-Obst des Wintringer Hofes Hochprozentiges wird.

Scheune soll in neuem Glanz erstrahlen


Die Scheune, das historische Mittelgebäude des Ensembles um die Wintringer Kapelle, soll in drei Jahren wie ein jung gebliebener Gruß aus alten Zeiten in neuem Glanz erstrahlen. Bis dahin wird das Gebäude um ein Stockwerk auf zweieinhalb Etagen wachsen und ein neues Innenleben bekommen, inklusive Nutzung erneuerbarer Energien. Das Haus soll ja für all das stehen, was Wirtschaft in der Biosphäre ausmacht. Dazu Klaus Posselt: „Den Umbau machen, wo immer es geht, Handwerker aus der Region mit Material aus der Region. Und es gibt Essen und Getränke aus der Region.“ Lebensmittel also, die nur kurze Wege hinter sich haben. Sei es vom Hof oder aus den Dörfern und Städten des Bliesgaus. Kurzum: Das Ganze wird ein Leitprojekt in der Biosphäre, wie geschaffen für das Leader-Förderprogramm der Europäischen Union (siehe Info). Aus diesem Programm sollen 30 Prozent der etwa eine Million Euro kommen, die die Lebenshilfe für das Vorhaben veranschlagt.

Den Rest muss der Verein aufbringen und sucht dafür Förderer. Einen hat er schon, wie Gabriele Allwicher, die Leiterin der Lebenshilfe-Landwirtschaft, hervorhebt: „Peter Lupp vom Regionalverband bemüht sich sehr um das Ensemble hier hoben. Er steht uns beratend zur Seite.“

Arbeitgeber Lebenshilfe: Mehr als 1000 Beschäftigte

Und zwar immer mit Blick auf die Hauptziele der Lebenshilfe. Sie ist mit mehr als 1000 Beschäftigten ein großer Arbeitgeber und erreicht Menschen und Märkte weit über die Obere Saar hinaus. Der Verein hütet einerseits den Wintringer Hof als architektonische Kostbarkeit. Und er muss zugleich stets darauf achten, Behinderten Arbeit zu bieten. Für Allwicher kommt da der Umbau gerade recht. „Wir müssen nach Hochzeiten in der Kapelle oft improvisieren. Bei rund 50 Trauungen im Jahr taucht immer wieder die Frage auf: ,Wo können wir feiern?’ Wir haben eine Nachfrage, die wir nicht befriedigen können.“ Der Umbau soll das ändern.

Interesse hat das große Vorhaben auch in der Landespolitik geweckt. Heute, Dienstag, ist Simone Peter (Grüne), die Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr da. Im Besichtigungsprogramm kommt der Scheune natürlich die Hauptrolle zu. Damit aus einem schlichten Zweckbau bis 2013 ein weiteres Kleinblittersdorfer Schmuckstück im Biosphärenreservat Bliesgau wird.

Wer das Vorhaben fördern möchte, wende sich an Klaus Posselt, Telefon (06805) 902120, oder an Gabriele Allwicher, Tel. (0 68 05)1045.

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