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Bis 2018 eine Million Euro zusätzlich für die Saar-Uni und die HTW

Saar-Uni.

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Die Landesregierung will bis zum Jahr 2018 knapp eine Million Euro zusätzlich pro Jahr in die beiden großen Hochschulen des Landes investieren. Das sehen die Ziel- und Leistungsvereinbarungen der Staatskanzlei mit der Saar-Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) vor, die gestern von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) und Vertretern beider Hochschulen vorgestellt wurden. Der Nachschlag ist angesichts der regulären Haushalte von Saar-Universität (189 Millionen Euro pro Jahr) und HTW (31 Millionen Euro) bescheiden und außerdem an Bedingungen geknüpft. Trotzdem zeigten sich Uni-Vizepräsident Uwe Hartmann und HTW-Rektor Wolrad Rommel summa summarum mit dem Ergebnis der monatelangen Verhandlungen zufrieden.

 

„Hart, fair, konstruktiv“, lauteten dabei die besonders häufig benutzten Vokabeln zur Beschreibung der Gesprächsatmosphäre. Im Ergebnis sei eine Vereinbarung herausgekommen, die mehr „als nur ein paar flauschige Sätze“ enthalte, erklärte HTW-Rektor Rommel. Und die sieht nun auch vor, dass die Hochschulen Bedingungen erfüllen müssen, um in den Genuss des zusätzlichen Geldes zu gelangen. Sie betreffen zum Beispiel die Zahl der Studienanfänger, so Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer . Deren Zahl soll an der HTW (rund 1100 pro Studienjahr) in etwa konstant bleiben, an der Universität des Saarlands könnte sie von derzeit 2900 Erstsemestern auf gut 2800 im Jahr 2018 sinken.

 

Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen trügen den Plänen der Landesregierung Rechnung, die Kooperation der beiden Hochschulen zu verstärken, befand die Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin. Das ist ein Punkt, der besonders HTW-Rektor Wolrad Rommel am Herzen liegt: „Wir sind die kleinere Hochschule, wir sind auf Kooperation angewiesen.“ Kooperationsplattformen, in denen Wissenschaftler beider Hochschulen zusammenarbeiten, und gemeinsame Promotionskollegs gehören zu den Einrichtungen, die das Miteinander stärken sollen. Aber auch die Verbindungen der HTW zur Wirtschaft des Saarlands sollen ausgebaut werden, so Wolrad Rommel. Um den Wissenstransfer zu verbessern, werde seine Hochschule ein fakultätsübergreifendes Zentrum Mittelstand Saar (ZMS) aufbauen.

 

Saar-Uni und Landesregierung hätten in den Ziel- und Leistungsvereinbarungen zu einem schwierigen Gleichgewicht gefunden, konstatierte Uwe Hartmann. Für die Saar-Uni sei angesichts der bis zum Ende des Jahrzehnts reichenden Haushaltsplanung klar, dass es zu „Abstrichen beim Leistungsspektrum“ kommen werde. „Die Studentenzahl wird nicht weiter wachsen.“ Wichtig sei aber auch, dass seine Hochschule nicht bei ihren Schwerpunkten sparen müsse und mithin „ihre Rolle als mittelgroße, forschungsstarke Universität bewahren kann“. Das sei vor allem für die jetzt beginnende nächste Runde der Exzellenzinitiative, dem Wissenschaftswettbewerb der deutschen Hochschulen, wichtig, wo die Saar-Universität mit „mindestens zwei Beiträgen“ antreten wolle, kündigte der Vizepräsident für Planung und Strategie an. Auch der Rechtswissenschaft gilt besonderes Augenmerk in den Vereinbarungen zwischen Land und Uni. Die neue Saarbrücker Fakultät soll den Europaschwerpunkt verstärken und in der Rechtsinformatik Flagge zeigen, heißt es in den Vereinbarungen zwischen Landesregierung und Universität.

 

Zum Thema:

 

Zum Abschluss der Hochschulreformen will die Landesregierung noch vor der Sommerpause einen Entwurf zur Änderung des Hochschulgesetzes im Landtag einbringen, kündigte gestern Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer an. Am weitesten gehen darin die für die HTW vorgeschlagenen Veränderungen. Sie soll analog zur Universität ein mehrköpfiges Präsidium mit einem hauptamtlichen Vizepräsidenten erhalten. Ihr wissenschaftlicher Beirat soll durch einen Hochschulrat nach dem Vorbild der Universität ersetzt werden. An beiden Hochschulen sollen die Befugnisse des Senats erweitert werden. byl
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