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Bistum will 40 Millionen Euro im Jahr sparen

Trier. Mit Einsparungen von rund 40 Millionen Euro im Jahr will das Bistum Trier wieder aus den roten Zahlen kommen. Die Ausgaben im Haushalt müssten „nicht einmalig, sondern dauerhaft und signifikant“ reduziert werden, sagte Generalvikar Georg Holkenbrink am Montag in Trier. In einem „Kostensenkungsprozess“ werde geklärt, wie das Sparpaket geschnürt werden soll. „Dabei werden schmerzhafte Entscheidungen nicht zu vermeiden sein“, ergänzte er. Nach einem Defizit von rund 30 Millionen Euro im Jahr 2009 rechnen die Kirchenoberen für 2010 mit einem Minus von 26,5 Millionen Euro. Grund dafür sind die anhaltend sinkenden Kirchensteuereinnahmen.

Erste Auswirkungen sollten die Sparpläne - bei denen alles auf den Prüfstand soll - bereits im Haushalt 2011 haben. Das Gesamtpaket werde aber voraussichtlich nicht vor 2013 stehen, sagte Holkenbrink.

Noch würden die Fehlbeträge aus Rücklagen entnommen. Auf Dauer aber könne es sich das katholische Bistum nicht leisten, Schulden zu machen. Das Haushaltsvolumen für 2010 beläuft sich auf 355,0 (2009: 356,3) Millionen Euro.

2009 lag das Kirchensteuer-Minus im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent niedriger, sagte die Finanzdirektorin des Bistums, Kirsten Straus. Für das laufende Jahr werde mit einem weiteren Rückgang um vier Prozent auf rund 250 Millionen Euro gerechnet. „Auch in den kommenden Jahren wird kein signifikanter Anstieg der Kirchensteuer erwartet“, sagte sie. Daher sei der „Kostensenkungsprozess“ wichtig.

Kurzfristig Geld gespart werde könne nur bei den Baukosten. Schon 2010 sollten Bauzuschüsse nur noch in dringenden Einzelfällen bewilligt werden, sagte Straus. Bei den Sachkosten seien derzeit keine Kürzungen möglich. Es werde aber „auf gute Ausgabendisziplin“ geachtet. Das Personal sei mit 2403 (minus 11) Planstellen bislang weitgehend konstant geblieben.

Das Bistum Trier, in dem rund 1,5 Millionen Katholiken leben, umfasst die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz sowie weite Teile des Saarlandes.

Info: Das Bistum Trier


Das Bistum Trier ist das älteste der 27 deutschen katholischen Bistümer: Trier ist seit dem 3. Jahrhundert Bischofssitz. Heute erstreckt sich das Bistum über die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz sowie über weite Teile des Saarlandes. Im Bistum leben fast 2,5 Millionen Menschen, davon gut 1,5 Millionen Katholiken. Hier noch ein paar Zahlen zum Bistum Trier:
 - Fläche: 12870 Quadratkilometer
 - Haushalt: rund 355 Millionen Euro (2010)
 - Dekanate: 35
 - Pfarreien und Pfarreigemeinschaften: rund 330 (sollen bis September 2011 auf 173 verringert werden)
 - Bischof: Stephan Ackermann (seit April 2009)



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