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Bitburger übernimmt Biermarke Königsbacher

Homburg. Die Bitburger Braugruppe übernimmt die Koblenzer Biermarken Königsbacher und Nette. Das Unternehmen einigte sich rückwirkend zum 1. Januar 2010 mit dem bisherigen Mutterkonzern Karlsberg Brauerei aus dem saarländischen Homburg über einen Kauf der Marken- und Vertriebsrechte, wie Karlsberg am Donnerstag in Koblenz mitteilte. Braustätte und Produktion blieben allerdings in den Händen der Karlsberg Brauerei. Zu finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart, hieß es.

„Der Brauerei-Standort Koblenz bleibt in Zukunft erhalten“, sagte Karlsberg-Geschäftsführer Ulrich Grundmann. Dazu habe auch eine Bürgerinitiative wesentlich beigetragen. Unter dem Motto „Rettet die Königsbacher!“ hatten die Organisatoren rund 14.000 Unterschriften für den Erhalt der Brauerei gesammelt.

Direkt nach dem Vertragsabschluss am Donnerstag hatten die Verantwortlichen die knapp 100 Königsbacher-Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung informiert. Grundmann räumte ein, dass das Abkommen mit Bitburger „ein wenig Personal kosten“ werde. Er gehe aber davon aus, dass 70 bis 75 Mitarbeiter am Standort blieben.

Zunächst müsse aber die Zustimmung des Kartellamts zu dem Verkauf eingeholt werden, sagte Grundmann. Erst danach seien die Verträge rechtskräftig. Karlsberg begründete den Markenverkauf mit einer neuen Strategie, die eine Konzentration auf den Raum Saar-Lor-Lux vorsehe.

Der Produktionsstandort Koblenz bleibe jedoch wichtig. „Wir brauchen hier noch Produktion von Handelsmarken für den französischen Markt“, sagte Grundmann. Zudem sei geplant, die Herstellung belgischer Abtei-Biere für den Markt in Frankreich teilweise nach Koblenz zu holen.

„Königsbacher und Nette sind zwei starken Marken, die gut in unser Portfolio passen“, sagte die Bitburger-Sprecherin Kerstin Flötner. Am Standort Koblenz produziere Karlsberg aber auch noch Bier-Eigenmarken des Handels. Aus diesem Grund habe man sich nur für die Übernahme von den Teilen entschieden, „die zu uns passen“. Mit den neuen Marken solle die „Präsenz“ in einer für Bitburger wichtigen Region gestärkt werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Bitburg/Eifel mit.

Das Interesse an Königsbacher war erst vor knapp einer Woche bekanntgeworden. Zu der Braufamilie gehören neben der Hauptmarke Bitburger auch König Pilsener, Licher, Köstritzer und Wernesgrüner. 2009 setzte die Gruppe rund 7,3 Millionen Hektoliter Bier ab.


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