L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Bleibt Metzer Herzchirurgie weiter geschlossen?

Saarbrücken. In Lothringen verschärft sich der Streit um eine Station für Herzchirurgie, die die regionale Gesundheitsagentur ARS am 11. Oktober geschlossen hatte. Sowohl das Personal des Krankenhauses „Bon Secours“ in Metz als auch ein Teil der Ärzteschaft halten die Maßnahme für überzogen. Inzwischen wurden bereits über 5000 Unterschriften für die Wiedereröffnung der Herzchirurgie gesammelt.

Zur Begründung der Schließung hatte der lothringische ARS-Chef Jean-Yves Grall der Metzer Tagezeitung „Républicain Lorrain“ gesagt: „Wir haben bemerkt, dass die Sterblichkeitsziffern dieser Abteilung im Jahr 2009 stark anstiegen, was sich auch in diesem Jahr so fortgesetzt hat.“ Mit anderen Worten: Die Zahlen der Patienten, die nach einer Behandlung auf dieser Station starben, sollen über dem Durchschnitt der französischen Herzkliniken liegen.

Chefarzt fordert genaue Untersuchung
Weder der Chefarzt dieser Station noch eine Reihe von namhaften Medizinern der Region hielten die Argumente der ARS für stichhaltig: Man dürfe nicht allein die Sterblichkeitsziffern vergleichen; vielmehr müsse man bei jedem Patienten sein Alter und die Schwere seiner Erkrankung berücksichtigen und dabei in Rechnung stellen, dass in der Herzchirurgie der „Bon-Secours“-Klinik auch viele Problemfälle operiert worden seien.



ARS-Chef Grall wiederum wischte diese Argumente in einem neuerlichen Zeitungsartikel vom Tisch: „Die Sterblichkeitsziffern sind erschreckend.“ Auf allen Ebenen und auch bei unterschiedlichen Risikogruppen lägen die Zahlen der Metzer Klinik über dem Durchschnitt.

Der Chefarzt der geschlossenen Herzchirurgie will Gralls Argumente nicht akzeptieren: Man müsse jede Operation für sich untersuchen. Als Beleg für seine vorbildliche Arbeit weist er auch darauf hin, dass er kürzlich erst mit dem Preis des französischen Bundes für Krankenhaus-Hygiene ausgezeichnet worden sei. Die Entscheidung über die Zukunft der Metzer Herzchirurgie wird in den nächsten Tagen erwartet. gf



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