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Blitzer-Marathon: Der Polizei gingen kaum Raser ins Netz

Nur wenige Verkehrsteilnehmer fuhren beim gestrigen Blitzmarathon in die „Foto-Falle“ von Bernd Laudenklos. Foto: B&B

Nur wenige Verkehrsteilnehmer fuhren beim gestrigen Blitzmarathon in die „Foto-Falle“ von Bernd Laudenklos. Foto: B&B

Zu schnelles Fahren ist laut Polizei Hauptursache schwerer Verkehrsunfällen. Jeder dritte Verkehrstote ist Opfer zu hoher Geschwindigkeit. Mit flächendeckenden Tempokontrollen beim Blitzmarathon, der gestern gleichzeitig in fast allen Bundesländern stattfand, wollte die Polizei den Autofahrern eine vorsichtige Fahrweise einschärfen. Erstmals beteiligen sich an der Aktion neben Deutschland noch 21 andere europäische Staaten.

Vor Beginn der Großkontrolle hatte die saarländische Polizei die landesweit 31 Kontrollstellen veröffentlicht, an denen gestern ab sechs Uhr die Geschwindigkeit gemessen wurde. Die meisten Verkehrsteilnehmer hatten offenbar durch die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei – SZ und Rundfunk hatten seit Tagen auf die Kontrollen hingewiesen – von der Aktion erfahren und waren mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs. „Wir stehen seit drei Stunden hier und haben 2400 Autos gemessen, von denen nur 31 zu schnell waren“, zog der Polizist Bernd Laudenklos, der mit seinem Messfahrzeug an der Sulzbachtalbrücke an der A 8 stand, gegen Mittag eine Zwischenbilanz. Die einzelnen Messergebnisse zeigten meist nur geringe Überschreitungen. Spitzenreiter war ein Mercedes aus Osteuropa mit 158 Kilometern in der Stunde – statt den dort erlaubten 100.

Überhaupt waren die drei Spitzenplätze in der Raser-Rangliste dieser Messstelle ausländischen Autofahrern vorbehalten. Der schnellste Saarländer bis zum gestrigen Mittag war an der Sulzbachtalbrücke mit 129 Kilometern pro Stunde unterwegs. Das gibt Punkte in Flensburg, ist aber unterhalb der Grenze eines Fahrverbots. „Die Ergebnisse sind an normalen Tagen ganz anders“, sagte Laudenklos.

Die Polizei hat damit ihr Ziel offenbar erreicht. Sie wollte einen Tag lang die Raserei stoppen. „Wir konnten bei der Aktion im Vorjahr feststellen, dass es deutlich weniger Unfälle am Aktionstag gegeben hat“, sagt Ralf Geisert, der Chef der saarländischen Verkehrspolizei. 2014 waren 1700 Schnellfahrer erwischt worden. Die Zahlen für den diesjährigen Marathon veröffentlicht die Polizei heute, denn die Aktion endete erst um Mitternacht.
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