A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen Kreuz Saarbrücken und AS Heusweiler Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (Fahrzeuge stehen auf dem Standstreifen) (07:01)

A8

Priorität: Sehr dringend

11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Blutige Attacke: Angeklagter soll Mithäftling Eisen in den Bauch gerammt haben

Saarbrücken. Wegen Verdachts des versuchten Totschlags muss sich seit Montag (27.09.2010) ein 22 Jahre alter Insasse des Jugendgefängnisses in Ottweiler vor dem Landgericht verantworten. Der Angeklagte soll in der Schreinerei der Haftanstalt am Morgen des 5. Oktober 2009 einem Mithäftling ein Stecheisen in den Bauch gerammt haben.

Der gleich alte Mann erlitt eine etwa vier Zentimeter tiefe Stichverletzung in der Nähe des Bauchnabels und musste anschließend fast zwei Wochen ins Krankenhaus. Er verbüßt in Ottweiler eine mehrjährige Jugendstrafe wegen Banden-Diebstahls und betonte gestern vor Gericht, der Angeklagte habe ihn im Lackierraum der Schreinerei ohne ersichtlichen Grund mit einem Hammer angegriffen. Er habe versucht, den Hammer festzuhalten. In dem Moment habe der Beschuldigte mit der freien anderen Hand eine Art Schlag in Richtung seines Bauches gemacht. Das habe überraschend wehgetan, zudem sei die Trefferstelle taub und warm geworden, so der Verletzte. Erst da habe er das Stecheisen in der Hand des Angreifers bemerkt und gedacht: „Der hat mich abgestochen.“ Der Angeklagte, der wegen Brandstiftung mit Todesfolge für siebeneinhalb Jahre einsitzt, pocht dagegen auf Notwehr. Er sagt, dass der andere zuerst zum Werkzeug gegriffen habe. Er sei von dem vermeintlichen Opfer ohne ersichtlichen Grund mit dem Hammer attackiert worden. Daraufhin habe er in einer Art Reflex zum Stecheisen gegriffen und sich gewehrt.



Neutrale Zeugen des Vorfalles gibt es nicht. In dem Lackierraum der Schreinerei waren zur Tatzeit nur die beiden Häftlinge. Die Tür des Raumes hatte sich hinter ihnen automatisch geschlossen. Und von außen, beispielsweise vom Büro der Werkstatmeister aus, war der Raum nicht einsehbar. Im Knastjargon der Insassen von Ottweiler soll der Raum deshalb angeblich zeitweise als „fight club“ bezeichnet worden sein – also als der Platz, wo die jungen Männer hinter Gittern ihre Kräfte messen. Der Prozess wird heute fortgesetzt.
wi
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein