L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Blutige Auseinandersetzung am St. Wendeler Bahnhof: Anklage wegen Mordversuchs

Tatort Bahnhofscafé in St. Wendel: Hier soll der Angeklagte zugestochen haben. Foto: hgn</p>

Tatort Bahnhofscafé in St. Wendel: Hier soll der Angeklagte zugestochen haben. Foto: hgn

Bislang schweigt der Angeschuldigte zu den Vorwürfen, sagt Christoph Rebmann. Dennoch sei die Beweislast gegen den St. Wendeler nach Ansicht der Ermittler erdrückend. Deshalb soll sich nach Angaben des Saarbrücker Staatsanwaltssprechers der 34-Jährige wegen versuchten Mordes verantworten. In Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Eine entsprechende Anklage sei am Dienstag vor der Großen Strafkammer des Saarbrücker Landgerichts erhoben worden.

Damit geht die Behörde gegen jenen mutmaßlichen Angreifer vor, der für eine blutige Auseinandersetzung im St. Wendeler Bahnhof verantwortlich gemacht wird. Nach Aktenlage trafen er und sein späteres Opfer am Morgen des 8. Septembers im dortigen Café der Baumholder Bäckereikette Kohl aufeinander. Demnach provozierte er um 8.25 Uhr einen 23 Jahre alten Mann aus der Kreisstadt, der dort mit seiner Frau an einem Tisch saß. Es soll nicht der erste Konflikt sein, den die beiden austrugen. Zum Schlagabtausch war es bereits bei mehreren gerichtlichen Auseinandersetzungen gekommen, wie Rebmann berichtet.

Nun wollte es der jetzt Angeschuldigte aber endgültig geregelt wissen. Er fragte seinen Kontrahenten, wie „das Ganze“ geklärt werden soll. Sein Gegenüber reagierte nicht. Darauf stand der 34-Jährige auf und schlug ihm zunächst mit einem Briefumschlag auf den Kopf. Auch davon ließ sich der so Angegangene nicht aufheizen.

Unverrichteter Dinge stand der nun Angeklagte auf, zückte ein mit einem simplen Handgriff freizulegendes Klappmesser (Butterflymesser). Für das Opfer völlig überraschend, stach er mit der mehr als acht Zentimeter langen Klinge zu und traf die Herzseite des Oberkörpers auf Höhe des Brustkorbs. Er versetzte ihm dabei einen rund drei Zentimeter tiefen Schnitt. Ein Notarzt musste den Verletzten im Marienkrankenhaus versorgen. Das Opfer schwebte aber nicht in Lebensgefahr.

Unterdessen war der Mann mit dem Messer geflüchtet. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er in jenem Augenblick annahm, seinen Gegner getötet zu haben – so, wie er es „von Anfang an geplant“ habe. Polizisten schnappten ihn wenig später im nahen Industriegebiet. Auch die Waffe, die er weggeworfen hatte, wurde entdeckt.

Noch am Nachmittag des selben Tages schickte ihn ein Richter am Saarbrücker Amtsgericht auf Antrag des Staatsanwalts zur Untersuchungshaft ins Saarbrücker Gefängnis auf der Lerchesflur.

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