L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

L125

Priorität: Dringend

19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Bluttat von Fenne: Der Tag nach dem Grauen

Fenne. Nach einem schweren Verbrechen „Normalität“ ins Leben der Hinterbliebenen zurückkehren zu lassen, das geht nicht so einfach, wie sich die Menschen das wünschten.

Einen Tag, nachdem in Fenne ein 24-jähriger Mann auf der Straße erschlagen worden war, nur wenige Meter neben dem Haus, in dem er mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Kind lebte, erinnerten gestern noch die Markierungen der polizeilichen Ermittler an die Tat.

Schmerzlicher Anblick

Die Endlage des Körpers war zur Sicherung und Dokumentation der Spuren mit weißen Strichen nachgezeichnet, so dass es nicht viel Fantasie brauchte, sich den Körper dazuzudenken. Für alle Nahestehenden ein schmerzlicher Anblick.

Zaghaft wagten sich Freunde des Opfers in die Nähe des Tatortes, um etwas abseits Kerzen zu entzünden und Blumen niederzulegen. Viel wurde gerätselt, was den Täter bewogen haben könnte, an einem helllichten Spätsommertag sozusagen vor aller Augen einen Menschen mit einer Eisenstange totzuschlagen.

Motiv schleierhaft

Drogenrausch? Jedenfalls veröffentlichte die Polizei noch in der Nacht zum Donnerstag eine Notiz, in der es hieß, der mutmaßliche Täter habe unter dem Einfluss „berauschender Mittel“ gestanden. Bis gestern Abend äußerte sich der Festgenommene nicht zu seinen Motiven. Es handelt sich dem Vernehmen nach um einen in Berlin als wohnhaft gemeldeten Afrikaner, der früher in Fenne wohnte und sich erst kürzlich wieder hier niederließ, wenn auch nicht offiziell.

Wie eine Vertraute des Opfers unserer Zeitung schilderte, seien die Stunden nach der Tat für die Hausgemeinschaft schlimm zu ertragen gewesen. „Gaffer“ seien eigens angefahren, um Blicke zu erhaschen, und hätten womöglich die Arbeit der Polizei gestört. Die Familien hätten Sorge tragen müssen, dass die Kinder vor dem Anblick des Tatortes und vor neugierigen Fragen geschützt wurden. Man versuche, so geschmeidig wie nur möglich den gewohnten Alltag mit Schule, Fußball und Klavierunterricht einkehren zu lassen, so die Frau. Ihr Wunsch: „Respekt, mehr Respekt, die Lage ist erschütternd genug.“

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein