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Bockbierfest: Mega-Laune im Homburger Baubetriebshof

Homburg. Alles gleich und doch alles ganz anders: So könnte man ohne große Mühe das 2012er Bockbierfest der Homburger Karlsberg-Brauerei am Samstag zusammenfassen. Was blieb gleich? Erneut feierten weit über 4000 Gäste das dunkle Starkbier, erneut gab es einen zünftigen Fassbieranstich, Promis auf der Bühne und wie in den Jahren zuvor laute Gesänge im weiten Rund.

Was hatte sich geändert? Alles um diese ausgelassene Stimmung herum. Nicht mehr ins Zelt am Stadtbad, sondern in die Fahrzeughalle des Baubetriebshofes hatte die Homburger Brauerei ihre Fans eingeladen – eine Veränderung, die im Vorfeld nicht immer nur für Begeisterung gesorgt hatte. Die Lage der Halle unmittelbar am „Gefahrenpunkt“ Bahnhof, die Nähe der Veranstaltung zu Erbacher Wohngebieten, all das hatte in den vergangenen Wochen zu einigem Gesprächsbedarf geführt. Und die Ergebnisse dieser Gespräche konnte man am Samstag sehen: Absperrgitter sicherten den Fußweg über die Bahnbrücke zwischen Bahnhof und Baubetriebshofgelände, die Straßen „Am Hochrech“ und „Am Wasserturm“ waren nur für Anwohner mit dem Auto zugänglich. Rund 80 private Sicherheitskräfte sicherten das Gelände, dazu kamen Deutsches Rotes Kreuz und Polizei. Die Halle selbst präsentierte sich erneut als durchaus tauglicher Veranstaltungsort für solche Großereignisse. Das freute besonders einen: Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner, den „Motor“ der multifunktionalen Umgestaltung der Fahrzeughalle am Baubetriebshof.

 

Nachdem er zusammen mit Saar-Wirtschaftsminister Heiko Maas, Karlsberg-Juniorchef Christian Weber, Bierkönigin Konstanze Krutsch, Karlsberg- Geschäftsführer Hans-Georg Eils und anderen Vip’s das Bockbierfass angestochen hatte, machte er aus seiner Befriedigung über den aus seiner Sicht bestehenden Erfolg des Umzugs keinen Hehl. „Durch den nun multifunktionalen Charakter der Halle entstehen uns keine wesentlichen Mehrkosten, wenn es darum geht, Großveranstaltungen hier abzuwickeln.“ Dieser multifunktionale Ansatz, so Schöner, könne auch ein Modell sein für die Nutzung anderer Hallen im Saarland – vor allem dann, wenn die nur wenig genutzt werden würden. Gefragt, ob der bisherige Erfolg der Fahrzeughalle als Veranstaltungsort auch weitere Begehrlichkeiten Dritter wecken könnte, gab sich Schöner zurückhaltend. „Wir werden das hier mit Augenmaß machen.“ So scheide schon der Winter für eine Nutzung der Halle als Veranstaltungsort aus, würde diese in dieser Phase doch durchgängig vom Baubetriebshof benötigt.

„Und in den warmen Monaten ist es eher unüblich, dass jemand die Halle nutzen will, da haben wir viele Freiluftmöglichkeiten.“ Dem entsprechend sei auch gegenwärtig über die Leistungsschau und Seniorenmesse im Wechsel, Bockbierfest und Oldienight darüber hinaus nichts Weiteres geplant.

Am Morgen nach dem großen Spektakel fiel die Bilanz der Polizei unspektakulär aus. Hatte schon während des Festes Polizeihauptkommissar Reiner Hartz als Einsatzleiter vor Ort das Bild einer „in geordneten Bahnen verlaufenden“ Veranstaltung vermittelt, so sprach sein Kollege Jörg Weber Stunden später von einem „vergleichbaren Einsatzaufkommen“ wie in den Jahren zuvor: Es gab fünf Anzeigen wegen Körperverletzung und vier Diebstähle.

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