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Böller, Knaller, Raketen: Das verballern die Saarländer

Saarbrücken. Die einen mögen es laut, die anderen lieber bunt. Die Feuerwerks-Vorlieben der Saarländer sind verschieden. Von Klassikern wie Böllern und Raketen bis zu Batterien, die zugleich Kometen, Leuchtkugeln und Fontänen abfeuern, reicht das Angebot der Produkte der Klasse II, deren Verkauf an Personen über 18 Jahre am 29. Dezember startet. „Zudem gibt es immer mehr Verbund-Artikel“, erklärt Pyrotechniker Oliver Wetzstein. Diese werden nur einmal gezündet und schießen dann mehrere Batterien in Folge ab. Quasi ein komplettes Feuerwerk in einem. Der Geschäftsführer der saarländischen Firma „Drumm Feuerwerk“ hat für die SZ die Käufer typologisiert:

Der Feuerwerks-Fanatiker: „Diese Kunden rufen oft schon Wochen vor Silvester bei uns an und fragen, welche neuen Effekte es gibt“, sagt Wetzstein. Sie wollen unbedingt spezielle Batterien, über die sie sich vorher genau informiert haben. Die Hobby-Feuerwerker planen den Ablauf und die Zündfolgen genau und holen sich gerne Tipps von Profis ein. Der Anteil dieser Käufer liegt zwischen 30 und 40 Prozent. Meist lassen sie sich den Silvester-Spaß mindestens 60 Euro kosten. Wetzstein kennt aber auch Kunden, die bis zu 1500 Euro ausgeben.

Der Normal-Käufer: Diese Gruppe, die ebenfalls zwischen 30 und 40 Prozent der Kunden ausmacht, ist für die Pyrotechniker wesentlich leichter zu handhaben, denn sie wollen einfach ein schönes, buntes Feuerwerk mit vielen Effekt-Kombinationen. Sie haben keine konkreten Vorstellungen und verlassen sich auf die Empfehlungen der Profis. Sie kaufen gerne Kombinationen aus Batterien, Knallern und Raketen und geben dafür etwa zwischen 50 und 200 Euro aus.

Die Raketen-Veteranen: Obwohl Batterien und Verbund-Feuerwerke wesentlich stärkere Effekte bieten, gehört für diese Spezies die klassische Rakete einfach zu Silvester. Dafür legen die Käufer zwischen 20 und 150 Euro hin. Allen, die nicht auf den Klassiker verzichten möchten, empfiehlt der Profi Kugelbomben-Raketen, deren Effekte wuchtiger sind.

Die Nur-Knaller: Zu den „Nur-Knallern“ zählen vor allem junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren. Sie wollen es möglichst laut haben. Ihr Anteil hat nach Beobachtung von Pyrotechniker Wetzstein in den vergangenen Jahren jedoch stark abgenommen und betrage nur noch etwa fünf Prozent. Um es richtig krachen zu lassen, legten diese Käufer zwischen 20 und 40 Euro hin. Auch für diese Käuferschicht gibt es inzwischen Verbundsysteme. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte stimme aber häufig nicht.

Die Feuerwerks-Verweigerer: Sie beschränken sich lieber aufs Zuschauen und begleiten die Effekte der anderen mit lauten „Ahs“ und „Ohs“. Die „Verschreckten“ unter ihnen zucken schon beim Knallen der Sektkorken zusammen und schauen sich das Himmels-Spektakel bevorzugt in ihrer sicheren Wohnung an. Dann gibt es da noch die „Brot-statt-Böller“-Typen unter ihnen: Sie haben für all das nur ein Kopfschütteln übrig.

Auf einen Blick

Diese Artikel empfehlen die Profis von „Drumm Feuerwerk“:

Neuheiten: „Golden Rain“: Zehn-Schuss-Batterie mit goldenen Polypen; „Pyro Party Time“: 80-Schuss-Verbund-Feuerwerk mit wechselnden Effekten; Sprühender Vulkanzauber: Bodenfeuerwerk mit drei Vulkanfächern; „Running Wiper“: Batterie in Fächerform; „Future World“: Acht Kometenrohre.

Klassiker: „Monster-Bombetten-Batterie“: 50 Schuss mit vielen Blitzen und Knalleffekten; „Fan Style“: Batterie, die fünf mal fünf Schuss abschießt; „No. One Bombetten Batterie“: Schießt in 35 Sekunden zwölf Schuss 35 Meter hoch.

Für alle Feuerwerks-Typen gilt: Auf den sicheren Stand achten. Raketen sollten zudem nur aus in Sprudelkästen stehenden Flaschen abgeschossen werden. Vor dem Abbrennen immer die Gebrauchsanweisung lesen. Feuerwerkskörper niemals in der Hand zünden. Alkohol und Feuerwerkskörper vertragen sich nicht. Zudem weisen die Profis darauf hin, dass der Import von Feuerwerk aus Frankreich nach Deutschland verboten ist.mv

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