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Böllern wie die Großen

Saarbrücken. „Mittlerweile gibt es fast alle Profi-Effekte auch fürs Silvester-Feuerwerk", sagt Pyrotechnikerin Isabella Feld-Hoffmann. Zum heutigen Verkaufsstart von Artikeln der Klasse II, zu denen Raketen, Böller und Batterien gehören, geben die Experten der Saar-Firma „Drumm Feuerwerk" SZ-Lesern Tipps, wie sie ein Himmels-Spektakel wie die Profis abbrennen können.

Bereits bei der Zündung gibt es Unterschiede

Während Normalverbraucher Feuerzeuge oder Streichhölzer benutzen, verwenden die Profis elektrische Zünder. Ab 60 Euro sind solche Anlagen auch für Klasse-II-Produkte zu haben, doch es gibt preiswertere Alternativen: „Bengalische Lichter gehen selbst bei starkem Wind oder Regen nicht aus und sind zudem auch für die Sicherheit vom Vorteil", erklärt der Geschäftsführer Michael Hoffmann. Denn mit ihnen ließen sich Effekte aus dem Stand heraus zünden. Zwei Stück kosten unter drei Euro. Darüber hinaus gibt es Stab-Sturmfeuerzeuge.„Das Feuerwerk braucht eine Choreografie", lautet ein Tipp der Profis. Die Komposition sei mit der eines Musikstücks vergleichbar.

Hier bevorzugten die Pyrotechniker Ravels „Bolero". Zur Ouvertüre empfehlen sie leisere Effekte – Bodenfeuerwerk wie Vulkane und Fontänen. Gut geeignet seien dafür zwei Neuheiten: die Fünffach-Verwandlungs-Fontäne „Mercury" und die 89-Schuss-Batterie „Emotions on Fire" mit Effekten in unterschiedlichen Aufstiegsformen und Farben. Sie brennt 80 Sekunden und wird von den Profis auch „Zeitbringer" genannt. Die Zuschauer könnten sich so erst mal an das Spektakel gewöhnen, erklären die Experten. „Der mittlere Bereich eines Feuerwerkes muss dagegen lebhaft und sehr abwechslungsreich sein", sagt Michael Hoffmann, Geschäftsführer der Feuerwerksfirma. Hinsichtlich der gewünschten Farben, Steighöhe und Lautstärke gebe es eine breite Palette von Alternativen. Wer etwas Neues schießen möchte, könne beispielsweise auf die farbintensive Batterie „Eclipse" zurückgreifen.


Je nach dem Budget folge daraufhin das Finale oder das Vor-Finale. Bei Letzterem setzen Profis auf heftige, laute Effekte, die in schneller Schussfolge abgefeuert werden. Hierfür sei zum Beispiel die Batterie „Goldenrain" geeignet. Michael Hoffmann: „Danach soll der Zuschauer glauben, das Feuerwerk sei zu Ende." Laute Knaller zum FinaleDoch nach einer kurzen Pause wird es zum Finale noch einmal richtig bunt und laut. Dennoch sei darauf zu achten, das die Farben der Effekte zueinander passen, rät Pyrotechnikerin Feld-Hoffmann. Ihr Tipp: auf blau verzichten. Zudem empfiehlt sie mehrere Batterien gleichzeitig zu zünden. Hierzu würden sich die neuen Artikel „Red Baron" (mit großkalibrigen Buketts), „Hot Spot" (Knalleffekte) und „Moving Star" (Wechsel-Fächer) eignen.

Sicherheitsregeln beachten

Für welches Feuerwerk sich der Hobby-Pyrotechniker auch entscheidet, so sollte er nicht vergessen, dass der Silvesterspaß auch Gefahren mit sich bringt. Deshalb sollte beim Kauf immer auf die Zulassung der Bundesanstalt für Material-Forschung und -Prüfung (BAM) geachtet und keine Billig-Importe aus Asien verwendet werden. Die Gebrauchsanweisungen müssen beachtet werden. Und sollte eine Rakete einmal nicht losgehen, nicht noch einmal anzünden, sondern mit Wasser überschütten und dann entsorgen.
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