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Bombenfund in der Homburger City - Kampfmittelräumdienst am Sonntag im Einsatz

Auf dieser Baustelle im Bereich Saarbrücker Straße/Zweibrücker Tor wurde am Dienstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Sonntagmorgen um 10 Uhr entschärft werden. Foto: Thorsten Wolf

Auf dieser Baustelle im Bereich Saarbrücker Straße/Zweibrücker Tor wurde am Dienstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese soll am Sonntagmorgen um 10 Uhr entschärft werden. Foto: Thorsten Wolf

Ein Bombenfund am Dienstag in der Saarbrücker Straße im Bereich Zweibrücker Tor/Zufahrt zur Innenstadt wird am Sonntagmorgen für einigen Auftrieb in Homburg sorgen. Denn: Dann will der Kampfmittelräumdienst um 10 Uhr den auf 50 Kilo geschätzten Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen. Um für diese Arbeit die nötige Sicherheit zu gewährleisten, werden dazu ab 6 Uhr zahlreiche Straßen im Fundbereich gesperrt.

Die Sperrungen im Einzelnen: Talstraße von den Hausnummern 45 bis 55, Gerberstraße von den Hausnummern 9 bis 13, Saarbrücker Straße im Abschnitt zwischen Zweibrücker Tor und Ecke Gerberstraße sowie Zweibrücker Tor im Bereich zwischen Oberer Allee und Kreisel Talstraße.

Ab 8 Uhr wird dann in einem Umkreis von 100 Metern rund um die Bombe komplett evakuiert. Diese Maßnahme soll spätestens 9 Uhr abgeschlossen sein. Als Ausweichquartier stellt die Stadt betroffenen Anwohnern - sofern diese keine Möglichkeit haben, bei Verwandten oder Freunden unterzukommen - Räumlichkeiten im Untergeschoss der Kreisverwaltung zur Verfügung.

Diese Evakuierung ist aber nicht die einzige Sicherheitsmaßnahme: „Alle Gebäude die weiter als rund 100 Meter, aber näher als 300 Meter von der Fundstelle entfernt liegen, müssen zwar nicht geräumt werden, jedoch darf sich niemand dort im Freien aufhalten. Die Menschen sollen sich während der Entschärfung aus den oberen Etagen zurückziehen, also möglichst das Erdgeschoss nutzen.“ Eine Information der Anwohner erfolge noch mittels Einwurf-Handzettel, die für die verschiedenen Gebiete unterschiedlich seien, so die Stadtverwaltung in einer Mitteilung gestern.

Den langen Zeitraum bis zur Entschärfung begründete Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind nach Rücksprache mit Fachleuten damit, dass die Bombe derzeit keine erhöhte Gefährdung darstelle. „Die Bombe wurde an ihrem jetzigen Standort gesichert und mit Sandmassen abgedeckt.“ Man habe sich vor diesem Hintergrund dagegen entschieden, die Bombe unter der Woche zu entschärfen, da dieses Szenario aufgrund der starken Belebung der Stadt größere Risiken mit sich bringe. „Jetzt ist die Stadt voll mit Menschen. Am Sonntag hingegen ist es um diese Uhrzeit eher ruhig“, erklärte Schneidewind.

Wie sicher sich die Bombenentschärfer hinsichtlich der geringen Gefährdung sind, das verdeutlichte gestern eine Recherche unserer Zeitung am Fundort der Bombe.

Dort liefen die Bauarbeiten weiter, es wurde gebaggert, ausgegraben, Erdreich bewegt und mit Presslufthämmern gearbeitet. Einzig ein kleiner, zusätzlich abgesperrter Bereich und dessen direktes Umfeld waren von den Bau-Aktivitäten ausgeschlossen. Für unkundige Passanten wies also nichts auf den brisanten Weltkriegsfund im Boden hin. Wer allerdings vom Fund wusste, für den wirkte die Normalität fast schon skurril. Dazu Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff: „Dass trotz des Bombenfundes auf der Baustelle weiterhin gearbeitet wird, ist das Ergebnis einer Absprache zwischen den Bombenentschärfern und der ausführenden Baufirma und liegt nicht im Verantwortungsbereich der Stadtverwaltung.“ Zwischenzeitlich wurden gestern Nachmittag die Arbeiten aber dann doch eingestellt.

Grund dafür sei, so die Stadtverwaltung, die Suche nach möglichen weiteren Gefährdungen durch noch nicht entdeckte Kampfmittel im Baufeld - das heißt, es könnte womöglich noch einen weiteren Fund geben. Sollte dies aber nicht der Fall sein, sei es möglich, die Arbeiten bis zur Räumung fortzusetzen.

Zum Thema:
Unmittelbar von der Bombenräumung betroffene Personen können sich bei der Stadtverwaltung unter der Rufnummer (0 68 41) 92 41-150 melden, sofern sie Fragen zu der Vorgehensweise der Evakuierung haben. Melden sollten sich dort auch unbedingt ältere oder behinderte Menschen, die ihre Wohnung nicht alleine verlassen können und keine Unterstützung durch Angehörige oder sonstige Personen in Anspruch nehmen können. Hier werden der Abtransport und die Rückkehr in die eigene Wohnung durch Rettungsdienste organisiert. red
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