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Bosch-Werksleitung sieht Saar-Standort langfristig als gesichert

Homburg. Das saarländische Bosch-Werk soll im weltweiten Konzernverbund eine noch stärkere Rolle übernehmen. Um dies zu gewährleisten, werden alleine 2011 und 2012 insgesamt 55 Millionen Euro in neue Maschinen, Anlagen, die Verbesserung von Produktionsabläufen sowie die Optimierung der Energieversorgung investiert. Dies kündigte gestern Franz Folz an, kaufmännischer Direktor im Werk Homburg.

Es liefen bereits vertrauliche Gespräche mit Kunden über Neuentwicklungen von Einspritzpumpen und -systemen für Dieselmotoren, die voraussichtlich 2016/2017 von Homburg aus auf den Markt kommen. Diese sollen gleich mehrere Anforderungen erfüllen: Noch sparsamer, noch sauberer, noch kleiner. Inklusive der Garantie einer weiteren deutlichen Reduzierung von Schadstoff-Emissionen.

Umweltschutz nimmt im Homburger Werk einen hohen Stellenwert ein. So nahm Thomas Gönner, technischer Direktor im Werk, gestern gemeinsam mit Umweltministerin Simone Peter (Grüne) eine für zwei Millionen Euro installierte Photovoltaik-Anlage auf dem Werksgelände Ost in Betrieb. Bestehend aus zwei Teilen; einem Freilandkomplex mit einer Fläche von 27.000 Quadratmetern sowie einer Dachanlage mit einer Fläche von 4500 Quadratmetern. Bosch mache sich durch eine werkseigene Energieversorgung unabhängiger und könne so gleichzeitig Kosten senken, betonte Gönner. Aktuell werde mit über fünf Millionen Euro die Energiezentrale im Werksteil Ost in ein Blockheizkraftwerk auf der Basis von Kraft-Wärme-Kopplung umgestellt. Alleine das bringe die Reduzierung von 1300 Tonnen C02,, wie sie bei einem jährlichen Stromverbrauch von über 750 Einfamilienhäusern freigesetzt würden. Insgesamt liefen im Werk über 200 Projekte mit dem Ziel einer besseren, sparsameren Energieversorgung.

Die Wirtschaftskrise hat Bosch Homburg offenbar hinter sich gelassen. Direktor Folz berichtete von vollen Auftragsbüchern, einer sehr hohen Auslastung der Produktion, anhaltend hohen Ausgaben für Forschung- und Entwicklung sowie einem hohen Personalbedarf. Zwischenzeitlich habe man wegen Auftragsspitzen befristet 300 Mitarbeiter eingestellt: in Eigeninitative, nicht über Leiharbeitsfirmen. Zusätzlich seien 200 Ferienbeschäftigte im Einsatz gewesen. Insgesamt beschäftigt Bosch-Homburg 6120 Mitarbeiter, davon 186 Auszubildende, 50 neu im aktuellen Ausbildungsjahr. Allen werde nach einem erfolgreichen Abschluss eine unbefristete Beschäftigung angeboten. Alleine in die Ausbildung investiere Bosch-Homburg 5,7 Millionen Euro jährlich. Um den benötigten Anteil von 60 Prozent Facharbeitern decken zu können, werde die Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen ausgebaut: von der Akademie der Saarwirtschaft (ASW) bis hin zur Hochschule für Technik und Wirtschaft. Auch die Koperation mit saarländischen Forschungs-Instituten funktioniere sehr gut. Bosch Homburg fühle sich von der Landesregierung gut unterstützt, betonte Folz. Für Anliegen finde man stets offene Ohren. Das ghelte auch für Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP). Nach Ansicht von Folz sind die Standorte der Autoproduzenten und Zulieferer an der Saar sicher, auch auf lange Sicht. Jährlich kaufe Bosch-Homburg für 260 Millionen Euro Leistungen im Saarland ein.

Meinung
Weltweites Aushängeschild
Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia


Das Bosch-Werk in Homburg wird künftig im weltweiten Konzern-Verbund eine noch stärkere Rolle übernehmen. Mit Neuentwicklungen und deren Einführung auf den internationalen Märkten. Längst wird in Homburg mit Hochdruck daran gearbeitet, den Kraftstoffverbrauch in Fahrzeugen noch weiter zu senken, sie gleichzeitig umweltfreundlicher zu machen. All das ist eine große Herausforderung, sichert zugleich die Arbeitsplätze der Homburger Belegschaft. Zudem haben junge Menschen aus dem Saarland und Nachbarregionen gute Chancen, das Team der Facharbeiter zu ergänzen. Bosch an der Saar bietet hervorragende Beschäftigungs-Perspektiven. Und ist auch mit der Qualität des Wirtschafts-Standortes zufrieden. Das sind viele gute Nachrichten.

Hintergrund
Bosch setzt immer stärker auf das Auslandsgeschäft. 2010 kamen schon 77 Prozent des gesamten Konzern-Umsatzes aus diesem Bereich. Gleichzeitig meldete das Unternmehmen 2010 insgesamt 3800 Patente an. Bosch ist in diesem Bereich weltweit führend. Auch aus dem Homburger Werk kommen immer mehr Neuentwicklungen für die Weltmärkte. Die nächsten sollen 2016/2017 folgen. ts
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