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Bouser Bürgermeister mit 90,99 Prozent wiedergewählt



Bous. „Ja“ ruft Stefan Louis erleichtert aus und stößt die Faust in die Luft. Tosender Beifall der meisten von den zirka 40 Anwesenden bricht aus. Louis hat die Bürgermeisterwahl in Bous gewonnen. Momente vorher. 18.20 Uhr am Sonntag im Bouser Rathaus. Gemeindewahlleiter Walter Rupp verliest die Ergebnisse. 5610 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen: 2426, davon Ja- Stimmen: 2191, Nein-Stimmen 217. Das bedeutet bei Ja zu Nein ein Verhältnis von 90,99 zur 9,01 Prozent. Und es ist ein unerwartet deutliches Ergebnis, obwohl viele gedacht haben, dass Louis’ Sieg nicht in Frage stehe. Wie denn auch, wenn es nur einen Kandidaten gibt? Doch niemand hatte die beiden entscheidenden Zahlen auch nur annäherungsweise richtig getippt.

Nicht die 90 plus x an Ja- Stimmen, aber auch nicht die Beteiligung. Mindestens 30 Prozent hatte sich der wiedergewählte Bürgermeister gewünscht. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Jutta Fellinger zum Beispiel hatte eher weniger erwartet. 43,24 Prozent sind folglich ebenfalls ein Wert, der Louis zum Strahlen bringt. Um 18 Uhr, als die ersten Verwandten, Bekannten und Kommunalpolitik- Interressierten sowie Mandatsträger ins Rathaus kamen, gab der 48-Jährige noch unumwunden zu, dass er nicht nur ein wenig angespannt sei. „Richtig nervös“, beschrieb er seine Gefühlslage. Gut 20 Minuten später entlädt es sich in der Siegesgeste, in Umarmungen und Händeschütteln.

„Für mich ist das Ergebnis ein Auftrag“, sagt er, „Zufrieden, sehr zufrieden“, sei er – auch mit seinen Bousern: „Die brauchen keinen, der ihnen sagt, ob sie wählen sollen oder nicht. Die gehen wählen, und sie wählen richtig.“ In Ergebnis und Beteiligung sieht er sich bestätigt, dass es richtig war, die Direktwahl abzuhalten. Wie berichtet hatte es aus dem Gemeinderat parteiübergreifend den Wunsch gegeben, er solle seine Bewerbung zurückziehen und sich durch den Rat wählen lassen. Dem war Louis nicht gefolgt. Das soll nun aber Geschichte sein.

Die Chefs der beiden größten Fraktionen im Gemeinderat signalisieren das. „Wir reichen ihm die Hand“, sagt Rupp, der die CDU im Rat führt. Ohnehin seien ja viele Beschlüsse im Rat einstimmig, und dass es immer mal zu Auseinandersetzungen komme, sei doch normal. Fellinger hatte schon vor der Wahl auf „viele Schnittmengen“ zwischen Bürgermeister und SPD hingewiesen. „Ich hoffe, dass wir eine gute Zusammenarbeit haben werden“, sagt sie.


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