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Brand der Bergehalde in Brefeld breitet sich aus


Sulzbach. Unglaublich! Seit Wochen ziehen Rauchschwaden über den Sulzbacher Stadtteil Brefeld, weil die Bergehalde unterirdisch brennt. Doch es hat immer noch niemand den Brand gelöscht.

Bereits im Oktober kam die erste Mitteilung des Saarforst Landesbetriebs (SFL), dem Eigentümer des Geländes, dass ein unterirdischer, oberflächennaher Brand entdeckt worden ist. Jetzt steht fest: Die brennende Bergehalde lässt sich nur mit einigem Aufwand löschen. Das haben Experten erklärt. Laut Saarforst liegt mittlerweile die Stellungnahme des Essener Spezialunternehmens DMT vor. Die Experten raten dazu, den Brand dadurch in Schach zu halten, dass das bereits gerodete Gebiet mit Wasser berieselt wird und Kühlwasser durch Rohre ins Innere gelangt.

Eine vollständige Beseitigung des Brandes ist laut Saarforst nur dadurch möglich, dass die Halde ein gutes Stück abgetragen wird und anschließend die Glutnester abgelöscht werden. Das aber sei eine sehr aufwendige Maßnahme, die sich über Monate hinziehe.

Inzwischen haben sich schon schlimme Befürchtungen in der Umgebung verbreitet. Die Freien Wähler in Sulzbach erklärten, dass sich der Brandherd in den letzten Wochen ums Doppelte vergrößert habe. Das bestreitet Saarforst. SFL-Mitarbeiter Hubertus Lehnhausen: "Er hat sich zwar nach unten ausgebreitet, aber bestimmt nicht in diesem Maß." Er widerspricht auch dem Gerücht, dass zwischen Saarforst und dem Bergbauunternehmen RAG wegen der Kostenfrage bereits juristisch gestritten wird.

Die Politik hält sich unterdessen erstaunlich zurück. Umweltminister Stefan Mörsdorf (39, CDU), dem der Saarforst untersteht, hat sich bisher nicht geäußert. szn/aw


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