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Brand in Fürstenhausen: 80.000 Euro Schaden

Aus diesem Fenster eines Wohnhauses in Völklingen-Fürstenhausen schlugen in der Nacht zuvor die Flammen (Foto vom 17.10.2012).

Aus diesem Fenster eines Wohnhauses in Völklingen-Fürstenhausen schlugen in der Nacht zuvor die Flammen (Foto vom 17.10.2012).

Von SZ-Redakteurin Angelika Fertsch

Fürstenhausen. 60 Feuerwehrleute – darunter die Atemschutz-Abteilung – mit zehn Einsatzwagen waren am Dienstagabend ausgerückt, nachdem um 19.22 Uhr auf der Wache Großalarm eingegangen war. Ein Mehrfamilienhaus im Völklinger Stadtteil Fürstenhausen brannte. Auf der Rückseite des Gebäudes in der Saarbrücker Straße schlugen die Flammen meterhoch aus einem Fenster im ersten Stock. „Das Feuer drohte auf das Dach überzugreifen“, sagte gestern Wehrführer Herbert Broy, der die Katastrophe vor Ort miterlebte.

Die Schmauchspuren auf der Mauer waren gestern bei Tageslicht noch gut sichtbar. „Es muss furchtbar heiß da drin gewesen sein“, so Broy weiter. Er schätzt, dass die Raumtemperatur mindestens 800 Grad betragen habe. Gips sei von der Decke gerieselt, „die ganze Decke war nicht mehr da. Ein verschmortes Fahrrad oder ein ähnliches Sportgerät hat noch herum gestanden.“ In diesem Zimmer, vom 21-jährigen Sohn der mehrköpfigen Familie bewohnt, war das Feuer ausgebrochen.

Nachdem am Mittwochmorgen die Brandermittler des Landeskriminaldienstes alle Spuren untersucht hatten, stand – vorläufig – fest: Beim Umgang mit offenen Feuer muss ein Schwelbrand entstanden sein. „Eine Kerze oder eine glimmende Zigarette könnten dafür die Ursache gewesen sein“, sagte gestern Polizeisprecher Georg Himbert. „Es gibt keine Hinweise auf eine vorsätzliche Tat.“ Der Sachschaden beläuft sich auf 80?000 Euro. Himbert berichtete, dass der Brand wohl zwischen 17 und 19 Uhr ausgebrochen sei, nachdem der Sohn gegen 17 Uhr das Haus verlassen habe. Alle anderen Mitglieder der Familie konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und fanden in der Nacht eine Notunterkunft. Eine 42-jährige Frau erlitt leichte Rauchvergiftungen. Nach gut zwei Stunden konnte die Feuerwehr wieder abrücken.

Zunächst bestand Unklarheit darüber, ob das Haus unbewohnbar geworden sei. In ersten Pressemitteilungen war die Rede von einem völlig abgebrannten Gebäude, das einsturzgefährdet sei. Nach Auskunft von Pressesprecher Himbert jedoch „ist es nicht gänzlich unbewohnbar“.

Gestern Nachmittag beobachtete ein Augenzeuge, wie Mitglieder der betroffenen Familie Matratzen und weiteres Mobiliar aus dem Haus holten und in ein benachbartes Gebäude brachten. Auf Ansprache konnten sie keine Auskunft geben, weil sie kein Deutsch verstanden. Offensichtlich ist ein Wohnen im Haus derzeit ein Bewohnen nicht ohne Beeinträchtigung möglich. Wie Herbert Broy schilderte, war es am Dienstagabend bereits im Treppenhaus zu beträchtlicher Rauchentwicklung gekommen. Vorübergehend habe auch Gefahr durch Brandgase bestanden, obwohl die Wehrleute alles getan hätten, um die weitere Verbreitung des Rauches im Haus zu verhindern.



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