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Brand in Hochhaus in der Erikastraße in Schwarzenbach

Schon aus weiter Entfernung konnte man den dichten Qualm, der aus einer Wohnung des Mehrparteienhaues in der Erikastraße in Schwarzenbach sehen. Die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet, die Rettungskräfte und die Polizei konnten die über 50 Bewohner in einem Großeinsatz am Mittwoch um Mitternacht retten. Foto: Marco Schmeltzer/KFV Saarpfalz

Schon aus weiter Entfernung konnte man den dichten Qualm, der aus einer Wohnung des Mehrparteienhaues in der Erikastraße in Schwarzenbach sehen. Die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet, die Rettungskräfte und die Polizei konnten die über 50 Bewohner in einem Großeinsatz am Mittwoch um Mitternacht retten. Foto: Marco Schmeltzer/KFV Saarpfalz

Zwei verletzte Bewohner, mehrere Rauchvergiftungen und ein hoher Sachschaden: Das ist die Bilanz eines Zimmerbrandes im ersten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses mit 54 Wohneinheiten in der Erikastraße in Schwarzenbach kurz vor Mitternacht am Mittwoch. „Um 23.50 Uhr wurden wir mit dem Einsatzstichwort Brand 5 von der Zentralen Leitstelle für Rettungsdienste und Feuerwehren auf dem Winterberg alarmiert“, erklärte der Einsatzleiter Bernd Habermann, Wehrführer der Kreisstadt Homburg. Diese Alarmstufe 5 sei eine der höchsten Alarmierungen. Binnen weniger Minuten waren die Wehren aus Homburg-Mitte, Kirrberg, Jägersburg, Einöd und Wörschweiler sowie die Werkswehr von Bosch vor Ort. Habermann: „Im Einsatz waren 15 Fahrzeuge und über 50 Mann.“

Das DRK hatte einen Großeinsatz ausgerufen. „Auf Grund der gemeldeten Lage waren mehrere Rettungswagen und Notärzte der DRK-Rettungswachen Homburg, St. Ingbert, Blieskastel sowie der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst als Einsatzleitung“, hieß es.

Bei Ankunft der ersten Feuerwehren war schon Rauch von außen zu sehen, jedoch war kein Feuer offen. „Auf der Straße standen bei bitterer Kälte mehrere Personen, teils barfuß und in Schlafanzügen“, so Habermann. Die Rettungsdienste kümmerten sich um die Personen, die im Freien waren; Bewohner in den anderen Stockwerken waren derweil noch im Haus.

Die Feuerwehr, die blitzschnell die Lage sondiert hatte, konnte sechs Personen mit Tragen ins Freie bringen, weitere Bewohner wurden mit Hilfe einer Drehleiter aus dem dichtem Qualm aus dem Haus befreit. Eine bettlägerige Person wurde mit Verdacht auf schwere Rauchvergiftung sofort in die Universitätsklinik in Homburg gefahren. Unterdessen drangen andere Wehrleute teils mit schwerem Atemschutz ins Gebäude vor. „Die Brandausbruchsstelle wurde in der Wohnung eines 25-jährigen Mannes lokalisiert, der angab, bereits geschlafen zu haben,“ sagte die Sprecherin der Homburger Polizeiinspektion, Isabelle Hofstätter.

Einsatzleiter Habermann: „Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle, belüftete das Gebäude und durchsuchte in Zusammenarbeit mit der Polizei alle Wohnungen nach weiteren Personen. Es wurden keine weiteren Bewohner angetroffen.“ Die Feuerwehr habe zudem noch eine Reserve für einen etwaigen Folgeeinsatz zurückgehalten. Nach etwa einer Stunde konnten die Bewohner der nicht betroffenen Gebäudeteile wieder in ihre Wohnungen zurück. Der gesamte Einsatz in Schwarzenbach dauerte nach Feuerwehrangaben fast drei Stunden. Vor Ort wurde eine Brandwache zurückgelassen, um eventuelles Wiederentzünden zu verhindern. Als Brandursache könnte ein „implodiertes Fernsehgerät in Frage kommen“, hieß es am Donnerstag aus Ermittlerkreisen.
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