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Brand in Neunkirchen: Dachwohnung brennt völlig aus

Es war am Dienstagabend (25.02.2014) kurz vor 21 Uhr als Jörg Braun (38) plötzlich einen ungewöhnlichen Geruch in seiner Wohnung bemerkte. Braun wohnt in dem Mehrfamilienhaus in der Rollerstraße in Neunkirchen. „Plötzlich roch es ganz ungewöhnlich nach Gummi in meiner Wohnung, und als ich nachschaute, woher der Geruch kam, sah ich auch schon den Rauch aus dem Nachbarhaus“, gab Braun später zu Protokoll. Er informierte sofort seine Nachbarin Monika Liesmann, die umgehend den Notruf 112 wählte, um die Rettungskräfte zu alarmieren.

Braun selbst stürmte in das brennende Haus und alarmierte die Mieter im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. „Als ich ins Dachgeschoss hoch wollte, gab es kein Vorrankommen mehr, es war auf einmal alles voller Rauch und ich musste aufgeben.“ Ab diesem Zeitpunkt war die Ungewissheit groß. Wo sind die Menschen, die in der Wohnung leben? Haben sie es nicht mehr geschafft, sich zu retten oder sind sie nicht zu Hause? Die Nachbarn wussten nur, dass in der Wohnung zwei oder drei Frauen in einer Gemeinschaft wohnen.

Beim Eintreffen des ersten Löschzugs der Feuerwehr aus der Neunkircher Innenstadt stand mittlerweile die ganze Wohnung in Flammen. Das Feuer drohte auf das Nachbarhaus überzugreifen. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte zu Einsatzstelle geordert. Feuerwehrfrau Nadine Kopp war mit ihren Teamkollegen Timo Wiesen und Jan Romme als erste in der Brandwohnung. „Es war extrem heiß in der Wohnung und die Sicht war gleich Null“, erzählte sie.

Trotz dieser extremen Bedingungen kämpften sich die Wehrleute durch jedes einzelne Zimmer und suchten während der Löschbarbeiten weiter nach den vermissten Personen. Schon Bei den ersten Löschmaßnahmen erlitten zwei Wehrleute leichte Verbrühungen im Gesicht und mussten später im Krankenhaus behandelt werden. Der Brand war nach etwa 30 Minuten unter Kontrolle. Aber von den Mietern fehlte immer noch jede Spur. „Bis wir endlich Nachricht davon hatten, dass die Personen sich außer Haus aufhielten, war die Anspannung groß“, beschreibt Feuerwehr-Pressesprecher Christopher Benkert die Lage. Mit den Wehrleuten bangten auch Bürgermeister Jörg Aumann und die Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider sowie der Brandinspekteur Werner Thom.

Nach der erlösenden Nachricht, war die nachfolgende Arbeit für die Feuerwehrleute dann fast Routine. Bis kurz vor Mitternacht mussten noch Brandreste abgelöscht und aufgeräumt werden. Erfreuliches am Rande: Zwei Katzen konnte von den Rettungskräften rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Die Kriminalpolizei forschte noch in der Nacht nach einer möglichen Ursache. Die Beamten konnten aber anschließend noch keine Aussage machen. Alle Bewohner fanden bei Verwandten oder Freunden Unterschlupf.

AUF EINEN BLICK

Im Einsatz waren 65 Wehrleute mit zwölf Fahrzeugen aus der Neunkircher Innenstadt, Wiebelskirchen, Sinnerthal und Wellesweiler. Auch der Rettungsdienst des DRK und des ASB waren mit insgesamt 10 Kräften vor Ort. Auch ein leitender Notarzt, sowie ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst waren im Einsatz. Später wurden die Kräfte durch die Schnelleinsatzgruppe des DRK Illingen abgelöst.

Die Polizei Neunkirchen sicherte mit drei Kommandos ab. ard

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