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Brand in Neunkirchen zerstört Autohaus Staub

Ein Brand am am Sonntag (26.02.2012) die Werkstatt und den Verkaufsraum des Neunkircher Lkw-Autohauses Staub-Trucks zerstört.

Ein Brand am am Sonntag (26.02.2012) die Werkstatt und den Verkaufsraum des Neunkircher Lkw-Autohauses Staub-Trucks zerstört.

Neunkirchen. Michael Staub (41) steht am frühen Sonntagvormittag aufgewühlt vor den Trümmern seiner Firma in der Irrgartenstraße in der Neunkircher Innenstadt. Feuerwehrleute sind noch damit beschäftigt, die letzten Glutnester abzulöschen, und das THW bereitet sich auf seinen Einsatz vor. Von der Werkshalle steht nur noch das stählerne Gerippe, letzte Rauchschwaden steigen aus den Trümmern auf. Ein Feuer zerstörte in der Nacht die Werkstatt und den Verkaufsbereich von Michael Staubs Betrieb, der Staub-Trucks GmbH. Die Firma mit derzeit 15 Mitarbeitern baut Abschleppwagen sowie LKW-Spezialaufbauten und verkauft LKW. Etwa gegen 5.20 Uhr lief am frühen Sonntagmorgen der erste Notruf bei der Feuerwehr ein. Zunächst wird den Einsatzkräften ein brennender LKW in der Nähe des Aldi-Marktes gemeldet.

Als Neunkirchens Löschbezirksführer Thorsten Herrmann mit dem ersten Fahrzeug an der Brandstelle eintrifft, brennt bereits ein Großteil der Werkstatt. Die Besatzungen der beiden Löschfahrzeuge der City-Wache konzentrieren sich zunächst darauf, die etwa 15 weiteren LKW und Abschleppwagen, die auf dem Firmengelände stehen, gegen die Flammen zu schützen. Einsatzleiter Herrmann und Neunkirchens Wehrführer Franz-Josef Kuhn fordern aufgrund der Situation sofort weitere Verstärkung an. Die Löschbezirke Wellesweiler, Wiebelskirchen und Furpach werden von der Leitstelle der Wehr alarmiert.

Als die Löscharbeiten gerade anlaufen, kommt es zu einer heftigen Explosion im Gebäude. Die komplette Glasfassade des Verkaufsraums und alle Fensterscheiben des Gebäudes zerbersten und fliegen umher. Schläuche werden durch die Glassplitter zerstört und müssen schnell ersetzt werden.

Zu diesem Zeitpunkt breiten sich die Flammen auf das ganze Gebäude aus. In der Halle brennt auch eine neue Zugmaschine, die dort zum Umbau bereitsteht. Weitere Einsatzkräfte werden zur Einsatzstelle geordert. Sie bekämpfen die Flammen vom Parkplatz des Aldi Marktes. Mit einem massiven Löscheinsatz über die Drehleiter und durch Einsatz von Löschschaum können die Flammen nach etwa einer Stunde eingedämmt werden.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung wird der Einsatzleitwagen (ELW) des Landkreises Neunkirchen aus Ottweiler alarmiert. Mit dem ELW trifft auch Kreisbrandinspekteur Werner Thom an der Einsatzstelle ein. Er unterstützt die örtliche Einsatzleitung bei der weiteren Einsatzführung. Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann informiert sich noch am Morgen über die Situation an der Brandstelle und spricht mit Eigentümer Staub. Als Ursache für die heftige Explosion wird später eine Gasflasche unter den Trümmern in der Werkstatt ausgemacht. Der stählerne Zylinder der Acetylenflasche ist komplett aufgeplatzt. Die großen Schaufenster, die durch die Explosion zerstört wurden, müssen vom THW aus Spiesen notdürftig mit Spanplatten verschlossen werden: Zu groß ist die Gefahr, dass Unbefugte in die zerstörte Halle einsteigen.

Nach ersten Schätzungen von Michael Staub liegt der Sachschaden bei mehreren Hunderttausend Euro. Seine Mitarbeiter wird er zunächst im Autohaus seiner Eltern in Heiligenwald weiter beschäftigen. Wie es mit seiner Firma in der Irrgartenstraße weitergeht, weiß er noch nicht. Staub geht davon aus, dass die Werkhalle abgerissen werden muss. Die Feuerwehren der Stadt Neunkirchen waren mit insgesamt 80 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlung zur Brandursache aufgenommen.

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