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Brand in Wohnhaus: Hund Miu rettet mit Bellen seine Familie

In dem Ortsteil Hanweiler der Gemeinde Kleinblittersdorf brennt am Samstag (17.10.2015) ein Wohnhaus. 50 Feuerwehrleute sind im Einsatz, der Dachstuhl wurde dennoch völlig zerstört.
Bild oben rechts: Miu, der kleine Retter, ein Australian Shepard.

In dem Ortsteil Hanweiler der Gemeinde Kleinblittersdorf brennt am Samstag (17.10.2015) ein Wohnhaus. 50 Feuerwehrleute sind im Einsatz, der Dachstuhl wurde dennoch völlig zerstört. Bild oben rechts: Miu, der kleine Retter, ein Australian Shepard.

Der stille Held von Hanweiler heißt Miu. Der Australien Shepherd mit dem Kuschelblick hat den Brand hinter einem Wohnhaus in der Saargemünder Straße in Hanweiler am Samstagmorgen erschnuppert und sein Herrchen bellend geweckt.

Als der Mann nachschaute, sah er an der Fassade ein Feuer. Ein Holzstapel vor der Gebäuderückseite hatte zu brennen begonnen, erzählte er den Beamten der Polizei und zuckte mit den Schultern, sich selbst fragend, wie das passieren konnte bei nassem und kaltem Wetter. Aber die Holzscheite brannten, die Flammen schlugen nach oben und erfassten das Dach, dann brannte der Dachstuhl. Mius Bellen rettete die Bewohner, ein 53 und 48 Jahre altes Ehepaar, sie riefen die Feuerwehr und verließen das Haus. Bis zum Eintreffen der Wehr hatten sich die Flammen rasant ausgebreitet und den Dachstuhl erfasst, wo Flammen in den Himmel schlugen.

Vier Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Kleinblittersdorf wurden alarmiert, 50 Feuerwehrfrauen und -männer aus Hanweiler, Sitterswald, Auersmacher und Kleinblittersdorf waren nach Angabe von Brandinspekteur Tony Bender nach wenigen Minuten vor Ort. „Dann sahen wir das Feuer im Dach, riefen die Drehleiter der Berufsfeuerwehr und widmeten uns mit Innenangriff und Riegelstellung dem Schutz der Nachbarhäuser“, so Bender in Feuerwehrdeutsch. Gemeint ist der Schutz der beidseits angebauten Nachbaranwesen. Mit Löschwassereinsatz wurden die Giebelseiten gekühlt, eine Ausbreitung des Feuers erfolgreich verhindert. Von hinten spritzten die Wehrleute tausende Liter Wasser auf das Dach. Das raubte den Flammen jede Energie. „Das linke Nachbarhaus musste gewaltsam geöffnet werden, dort war niemand zuhause“, so Bender, der sehr erleichtert war, dass man eine Ausdehnung des Feuers gerade so verhindert hatte. So hatte der Einsatz nach Miu noch einen zweiten Helden: die Feuerwehr. Im Einsatz waren neben dieser der Rettungsdienst des ASB, die Polizei und ein Notarzt. Verletzt wurde jedoch niemand.

Alle Bewohner waren in Sicherheit. Die evakuierten Nachbarn hüllten sich auf der Straße in Decken, sie hatten ihr Haus im Schlafanzug verlassen. Die Brandursache wird nun von der Polizei untersucht.
 
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