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Brand sorgt für hohen Sachschaden

Mit einem Großaufgebot bekämpfen die Neunkircher Wehren mit Unterstützung aus Ottweiler und Schiffweiler den Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Königstraße. Das Feuer war im ersten Stock des gelben Altbaus ausgebrochen. Fotos: Becker&Bredel

Mit einem Großaufgebot bekämpfen die Neunkircher Wehren mit Unterstützung aus Ottweiler und Schiffweiler den Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in der Königstraße. Das Feuer war im ersten Stock des gelben Altbaus ausgebrochen. Fotos: Becker&Bredel

Der beißende Brandgeruch ist auch am Montagmittag noch nahe der Unglücksstelle mitten in der Neunkircher City wahrzunehmen. Bei strahlendem Sonnenschein kommen immer wieder Schaulustige vorbei, während die Männer des Technischen Hilfswerkes (THW) mit Sicherungsarbeiten nach dem nächtlichen Feuer in einem Wohn- und Geschäftsgebäude beschäftigt sind. Vor dem Altbau liegen Säcke und Wohnungsgegenstände auf dem Gehweg. Fensterscheiben fehlen, schwarze Rußflächen zeigen, wo die Flammen aus den Fenstern schlugen. Die Geschäfte in den unteren Etagen sind geschlossen. Das kurze Stück Königstraße zwischen der Ecke Hüttenbergstraße und der Einmündung Gustav-Regler-Straße ist gesperrt.

 

Am Sonntagabend war in dem vierstöckigen Altbau in der Häuserzeile nahe der Christuskirche im ersten Stock Feuer ausgebrochen. Die Sirenen alarmierten die Wehr um 21.11 Uhr. Die Bewohner des gelben Wohn- und Geschäftshauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht, die Lebensretter evakuierten vorsorglich knapp 30 Menschen aus den rechts und links angebauten Häusern und retteten eine Katze. Die Evakuierten wurden zunächst in der Christuskirche untergebracht, so Feuerwehrsprecher Christopher Benkert, später teilweise im Robinsondorf in Furpach.

 

Es gelang der Wehr, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern. Mit zwei Drehleitern und Atemschutz-Trupps, die in das Haus gingen, brachten sie das Feuer unter Kontrolle. Da im ersten Stock ein Durchgang zur Hausnummer eins besteht, sind aufgrund des Brandes und der Verrauchung momentan gleich beide Häuser nicht zu bewohnen.

 

Das Unglück hielt die Wehr über viele Stunden in Atem. Von etwa 120 Einsatzkräften spricht Benkert. Gegen vier Uhr in der Früh zogen sie bis auf wenige ab, eine Brandwache blieb bis kurz vor 8 Uhr am Morgen. Georg Himbert von der Landespolizeidirektion sprach gestern auf SZ-Anfrage von einem „sehr hohen Sachschaden“. Genauer wollte er sich nicht festlegen, es könnte sich aber gerade wegen der betroffenen Geschäfte um einen höheren sechsstelligen Betrag handeln. Auch zur Brandursache hatte Himbert noch keine Hinweise, da die Ermittler ihre Arbeit erst nach den Sicherungsmaßnahmen des THW aufnehmen konnten. Das Hilfswerk brachte Stützen im Haus ein. Die mit Löschwasser vollgelaufenen Decken des alten Gemäuers könnten einbruchgefährdet sein.

 

Das Feuer brach am Sonntag aus, als noch viele Feuerwehrleute der Neunkircher Löschbezirke mit Einsätzen nach dem Unwetter am Abend beschäftigt waren. Wehrsprecher Benkert: „Der letzte Unwettereinsatz kam um 20.15 Uhr.“ Auf einem Industriegelände in der Friedrichsthaler Straße drohten Wassermassen in Firmenhallen einzudringen. Da dort viele Kräfte zusammengezogen wurden, übernahm der Löschbezirk Furpach die Einsatzbereitschaft für die Innenstadt. Während üblicherweise in diesen Zeitspannen nichts passiere, so Benkert, folgte diesmal der Einsatz in der Königstraße auf dem Fuße. Die Furpacher rückten sofort aus, vom Wasserschaden in der Friedrichsthaler Straße wurden alle verzichtbaren Kräfte und Fahrzeuge abgezogen.

 

Neben den Wehren der Innenstadt, Hangard, Wiebelskirchen, Wellesweiler, Furpach und Münchwies waren auch Ottweiler und Schiffweiler zur Unterstützung in Neunkirchen . Vor Ort, berichtet Benkert weiter, habe Bürgermeister Jörg Aumann die Unterbringung der Hausbewohner organisiert. Ein Feuerwehrmann verletzte sich leicht. Ein Problem seien in der Nacht die vielen Schaulustigen gewesen, deren geparkte Autos sogar Rettungswagen behinderten.

 

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