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Brandtragödie in Elm: Eltern und Sohn sterben bei Feuer

Bei einem Wohnhausbrand in der Straße

Bei einem Wohnhausbrand in der Straße "Am Morgenstern" in Schwalbach-Elm sterben am Montag drei Personen, darunter ein fünfjähriges Kind.

Riesige Flammen schlagen aus den Fenstern an der Rückseite des Wohnhauses im Schwalbacher Ortsteil Elm, dichter Rauch dringt aus dem Dach. In der ersten Etage des Zweifamilienhauses am Morgenstern, am Ortsausgang von Elm in Richtung Püttlingen, ist gegen 14 Uhr ein Feuer ausgebrochen, das zu einer der schlimmsten Brandtragödien der vergangenen Jahre im Saarland wird und am Ende drei Angehörige einer jungen Familie das Leben kostet. Erinnerungen werden wach an das verheerende Feuer in Burbach im August 2012, als vier Kinder Opfer eines Dachgeschoss-Brandes wurden.

Als das Feuer ausbricht, läuft die neunjährige Tochter der vierköpfigen Familie, die sich in der Wohnung befindet, ins Erdgeschoss. Dort wohnt ihre Großmutter (59), bei der sie um Hilfe ruft. Die Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg setzt alle verfügbaren Feuerwehr- und Rettungskräfte in Marsch, ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Denn als kurz darauf Dutzende Feuerwehrleute und Rettungssanitäter eintreffen, befinden sich noch drei Menschen im Gebäude: Der Vater und die Mutter, 36 und 34 Jahre alt, sowie ihr fünfjähriger Sohn.

Mit schwerem Atemschutzgerät kämpfen sich die Feuerwehrleute aus Elm, Schwalbach und Bous ins Innere des Hauses vor, während an der Vorder- und Rückseite des Gebäudes die Löscharbeiten beginnen. Aufgrund der extremen Hitze und der Rauchentwicklung benötigen sie mehrere Anläufe, um in die Wohnung vorzudringen. Rettungskräfte, Notärzte und der Rettungshubschrauber „Christoph 16“ sind eingetroffen. Helfer des Roten Kreuzes versorgen die erschöpften Feuerwehrleute mit Verpflegung.

Trotz der schnellen Reaktion der Einsatzkräfte kommt für die drei Vermissten jede Hilfe zu spät. Zwar werden noch Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt, doch Vater, Mutter und Sohn sterben an den Folgen des Brandes. Nachbarn und Einsatzkräften steht das Entsetzen ins Gesicht geschrieben.

Parallel zu den Rettungsmaßnahmen werden die Löscharbeiten fortgesetzt. Brandermittler der Polizei begeben sich auf die Suche, wo und warum das Feuer ausbrach. „Die Brandursache steht noch nicht fest“, sagt ein Polizeisprecher.

Die neunjährige Tochter und die 59-jährigen Großmutter können sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten. Beide befinden sich derzeit in einer Saarlouiser Klinik. Für die nahe Zukunft ist ihnen Hilfe sicher, erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Schwalbach , Hans-Joachim Neumeyer : „In der Nachbarschaft finden die verbliebenen Familienmitglieder auf jeden Fall eine Unterkunft.“ Das Haus ist vermutlich ein Totalschaden.

 
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