L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Bremsspuren in der Uni-Statistik

Symbolfoto.

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„Willkommen in der Wissenschaft. Vor Ihnen steht die spannendste Zeit Ihres Lebens – ohne Abstriche.“ Mit diesen Worten begrüßte gestern Unipräsident Volker Linneweber die über tausend Erstsemester im Audimax auf dem Saarbrücker Campus. Rund 18 000 Studenten erwartet die Saar-Universität nach eigenen Angaben in diesem Semester – das sind rund 300 weniger als noch vor einem Jahr. Auch die Zahl der Studienanfänger sei leicht rückläufig und liege bei rund 2450 Studenten .

Nach Angaben der Uni-Pressestelle sei dies zwar einerseits dem demografischen Wandel im Saarland sowie dem Abebben der „durch die doppelten Abiturjahrgänge ausgelösten Bugwelle“ geschuldet. „Andererseits sind dies aber auch die ersten Auswirkungen der von der Landesregierung auferlegten Sparlast“, erklärte gestern Unipräsident Volker Linneweber . In den Lehramts-Studiengängen wurden nach den Vorgaben des Landeshochschulentwicklungsplans (LHEP) 100 Studenten weniger aufgenommen, als noch im Vorjahr.

Und auch an der Fakultät für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mussten laut Uni bedingt durch die Sparauflagen die Zulassungszahlen gedrosselt werden: Im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre wurden 50 Studienanfänger weniger zugelassen als noch im Vorjahr. „Das ist vor allem eine Entscheidung der Fakultät, die das angesichts des Sparprogramms für nötig gehalten hat“, so der Unipräsident Volker Linneweber .

Dafür seien die Zulassungen im Masterbereich im Fach Betriebswirtschaftslehre mit 140 auf Vorjahresniveau gehalten worden.

In der Tat seien die Zulassungsbeschränkungen im Fach BWL eine erste Folge des Sparzwangs, bestätigt Professor Stefan Strohmeier, Studiendekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Zwei Lehrstühle der Betriebswirtschaftslehre seien seit Jahren unbesetzt, ohne dass sich das bisher auf die Aufnahmekapazität ausgewirkt hätte. Nun seien die vom Stellenplan gestrichen, so Strohmeier. „Wir haben nicht eingesehen, dass wir für Lehrstühle , die auf Dauer nicht wiederbesetzt werden, weiter jedes Semester Studenten aufnehmen“, erklärte Strohmeier. „Und eine Neubesetzung sieht das Sparkonzept des Unipräsidiums definitiv nicht vor.“

Diese Zahlen seien „erst die Vorboten“, warnt der Studiendekan. „Wenn die Sparvorgaben so umgesetzt werden, müssen wir allein in BWL bis 2020 mit 700 Studienplätzen weniger rechnen.“

Auswirkungen auf die Höhe der Hochschulpaktmittel habe dies aber aktuell nicht, sagte Uni-Sprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf. Denn diese Mittel seien als feste Beträge bis 2017 in den Globalhaushalt eingeplant und würden erst anschließend rückwirkend an die tatsächlichen Studentenzahlen angepasst und abgerechnet, so die Uni-Sprecherin.

Die Spardebatte, die seit über zwei Jahren für Missstimmung auf dem Campus sorgt, wurde bei der Semestereröffnungsfeier im Audimax allerdings kaum thematisiert. Stattdessen sorgte Rapper Markus Trennheuser alias Drehmoment für viele wippende Köpfe im vollbesetzten Audimax. Der 31-Jährige hat an der Saar-Uni das Fach Historisch orientierte Kulturwissenschaften studiert.

Trotz der Querelen um unbesetzte Lehrstühle gehört die Betriebswirtschaftslehre mit 168 Erstsemestern immer noch zu den beliebtesten Studienfächern an der Saar-Uni – nach der Rechtswissenschaft mit 332 Erstsemestern und der Medizin mit 276 neuen Studenten . Ebenfalls hoch im Kurs bei Studienanfängern stehen die Fächer Informatik (146 Erstsemster) und Psychologie (107). Der Anteil der ausländischen Studenten bleibt auf bisherigem Niveau und liegt mit 17 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt von rund neun Prozent.

Linnewebers nächstes erklärtes Ziel ist nun die Neuordnung der Fakultäten von acht auf sechs. Die solle in einem Jahr abgeschlossen sein, so Linneweber: „Am 30. September 2016 ist das umgesetzt.“
 

Preise für die Schnellsten

Kühborth-Stiftung zeichnet drei Absolventen der Saar-Universität aus

Im Rahmen der Semestereröffnungsfeier der Saar-Uni wurden drei Absolventen mit dem Förderpreis der Kühborth-Stiftung ausgezeichnet. Seit 2007 werden damit jedes Jahr Studenten der Universität des Saarlandes ausgezeichnet, die ihr Studium nicht nur mit hervorragenden Leistungen, sondern auch in kürzester Zeit absolviert haben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 1000 Euro dotiert.

Julia Désirée Krämer erhielt den Preis für ihren Master of Science im Fach Informatik, den sie mit der Gesamtnote 1,1 nach nur vier Fachsemestern erreichte. Die gebürtige Saarländerin war schon zu Schulzeiten als Juniorstudentin an der Saar-Uni eingeschrieben. Derzeit schreibt die 22-Jährige an der Universität Paderborn ihre Doktorarbeit.

Timo Müller bekam die Auszeichnung für seinen Master im Fach Materialwissenschaft , den er nach nur fünf Fachsemestern mit der Gesamtnote 1,0 erreicht hat. Nach seinem Bachelor-Abschluss an der Uni Stuttgart ist er an die Saar-Uni gewechselt. Zurzeit promoviert der 27-Jährige am Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an der Montanuniversität Leoben.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Manuel Bastuck aus Püttlingen. Er hat sein Masterstudium in Mikrotechnologie und Nanostrukturen nach nur vier Fachsemestern mit der Gesamtnote 1,1 abgeschlossen. Nebenbei sammelt der 25-Jährige Preise – unter anderem wurde er schon mit dem Graduate Student Award in Lille ausgezeichnet. Nun schreibt Bastuck seine Doktorarbeit am Lehrstuhl für Messtechnik der Saar-Universität.

Die Förderpreise der Kühborth-Stiftung werden bereits seit dem Jahr 1999 vergeben, seit 2007 ausschließlich an Absolventen der Universität des Saarlandes .  
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