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Brezel Ecker plant starkes Wachstum

Vier Millionen Euro will die Homburger Bäckerei Brezel Ecker in eine neue Lagerhalle und eine weitere Fertigungslinie investieren. Die Produktion soll deutlich steigen – und damit auch die Zahl der Mitarbeiter.

Von SZ-Redakteur Joachim Wollschläger

Homburg. Gerhard Ecker, Geschäftsführer der Großbäckerei Brezel Ecker in Homburg, hat große Pläne: Ab Mitte 2010 will er die Produktion noch einmal um die Hälfte steigern. Für August ist der erste Spatenstich für einen Neubau neben dem jetzigen Firmengelände in Homburg geplant. Eine große Lagerhalle mit Tiefkühl-Verladung soll dort entstehen. In der bisherigen Lagerhalle wird eine weitere Produktionslinie entstehen.
Brezel Ecker gehört mit einer Kapazität von insgesamt 85 Millionen so genannten Teiglingen pro Jahr zu den zehn größten Laugenbrezel-Produzenten in Deutschland. Mit der dritten Fertigungslinie will das Unternehmen die Produktion soll die Kapazität noch einmal um 45 Millionen Stück steigern.

Dabei produziert Brezel Ecker nicht nur Brezeln, sondern auch Laugenstangen und -zöpfe sowie fertig belegte Pizza – alles tiefgefroren zum Aufbacken. Die fertig gebackenen Brezeln, wie sie zur Zeit von Eckers Eltern, Otto und Liesel Ecker, noch die Backstube verließen, gibt es heute nicht mehr. Sie werden nur noch als Die Teiglinge gehen tiefgefroren in eingefroren und dann vor Ort in Backshops und werden dort gebacken.
Mit Aufkommen dieser Back-Läden, erinnert sich Ecker, kam für die 1927 gegründete Bäckerei die wohl kritischste Phase. Während Brezel Ecker, 1927 als kleine Bäckerei gegründet, bis zu den 70er Jahren mit ihren Laugenbrezeln fast ohne Konkurrenz war, tauchten In den 80ern tauchten die ersten Backshops in den Städten auf, die tiefgefrorene Teiglinge in kleinen Öfen vor Ort buken. „Wir haben das anfangs gar nicht so mitgekriegt, sondern nur die Teiglinge auf der Messe bestaunt.“ Als die Umsätze aber spürbar zurückgingen, hat sich Gerhard Ecker das Phänomen in Kaiserslautern angeschaut. „Bei der Konkurrenz standen die Schlangen, bei unseren Verkäufern war kaum noch was los. Da war für mich klar, dass wir etwas verpasst hatten.“ Ecker hat sich, so erzählt er, sofort daran gemacht, eigene Teiglinge zu entwickeln. „Das war gar nicht so leicht, denn durch das Gefrieren ändert sich auch das Verhalten des Teigs.“ Auch waren einige Backmittel nicht zum Gefrieren geeignet. Erst nach vielen Fehlversuchen hatte er ein Ergebnis, das er auch Bäckereien zum Verkauf anbieten konnte.

Heute ist Ecker einer der führenden Laugenbäcker in Deutschland mit über 40 eigenen Backshops und zahlreichen Kunden in der Bäckereiwirtschaft. Für 2009 erwartet die Firma einen Umsatz von 13 Millionen Euro. Die Krise, sagt Ecker, sei an seinem Betrieb spurlos vorbeigegangen.
Während der Ausstoß der Bäckerei in den 70ern noch bei rund 15.000 Brezeln am Tag lag, hat sich dieser bis heute mehr als verzehnfacht. Das lag auch an der starken Automatisierung. , die Ecker stark vorangetrieben hat. Unter anderem hat Ecker vor rund drei Jahren eine automatische Brezelschling-Anlage installiert. Die Handbewegung, die eine dünne Teigrolle in die Brezel verwandelt, übernimmt seitdem eine Maschine. 700 Arbeitsstunden sind dadurch pro Woche in der Fabrik weggefallen. „Für uns ein wichtiger Schritt bei der Expansion.“ , der eine große Schwierigkeit darin sieht, sich im harten Wettbewerb zu behaupten.
Vier Millionen Euro will Ecker in den kommenden Jahren in die neue Halle und die erweiterte Produktion investieren. Neu dabei auch: eine automatische Verpackungsanlage. Sie würde es ermöglichen, die Brezeln auch im Tiefkühlregal der Supermarktketten zu platzieren. Aber auch die Zahl der Backshops soll ausgeweitet werden. „Dadurch nimmt auch das Personal ständig zu, weil in den Backshops immer neue Verkaufskräfte benötigt werden.“ Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 370 Mitarbeiter.

Der 57-jährige Ecker , der den Betrieb 1973 mit zwei seiner Brüder von den Eltern übernommen hat und mittlerweile alleiniger Inhaber ist, hat ein Ziel: „Wenn ich einmal nicht mehr weitermache, soll die Firma so groß sein, dass sie auch bei einem Verkauf nicht platt gemacht wird.“

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