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Brutaler Raubüberfall in Saarbrücker Kneipe

Saarbrücken. Spät abends in der Nacht zum 1. April 2007 befinden sich noch drei Gäste in einer Kneipe auf der Rußhütte. Gemeinsam mit dem Wirt spielen sie Dart. Während der Wirt kurz in der Küche und einer der Gäste auf der Toilette verschwunden ist, findet ein Überfall statt. Angeklagt ist ein Saarbrücker (27).

Er soll den Geschädigten unvermittelt mit Faustschlägen traktiert, ihm den Gürtel ausgezogen und dann damit auf ihn eingeschlagen haben. Dabei habe er den Geldbeutel gefordert. Er entnahm einen 50-Euro- Schein. Dann verlangte er die Scheckkarte und die Geheimnummer. Jetzt kam der andere Gast (30) vom WC zurück. Er ist als Mittäter ebenfalls angeklagt. Er soll den aus der Küche herausgekommenen Wirt in Schach gehalten haben. Mit einem Barhocker bedrohte er den Wirt und hinderte ihn, den ersten Angreifer mit einem Elektroschocker abzuwehren.

Der überfallene Gast lag blutend mit einem Nasenbeinbruch auf dem Fußboden. Der Wirt erlitt Platzwunden und Prellungen im Gesicht und am Kopf. Er gab den Hilfeversuch auf und flüchtete in den Keller. Danach sollen die Täter den Geldspielautomaten mit einem Barhocker zertrümmert und die Kassette mit den Geldscheinen entnommen haben – etwa 600 Euro.

Bevor sie flüchteten, entnahmen die Täter aus dem Tresen die Kleingeldkasse mit etwa 40 und ein Kuvert mit 330 Euro. Während der jüngere Angeklagte die Vorwürfe uneingeschränkt einräumt, bestreitet der andere die Mittäterschaft. Er sei entsetzt gewesen, als er sah, was sein Freund da angestellt hat. Er habe geglaubt, der Wirt habe einen Revolver in der Hand und wollte sich mit dem vorgehaltenen Barhocker schützen.

Die Aussagen des Wirtes und des überfallenen Gastes stützen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Der Prozess hat vor einem Jahr begonnen und musste wegen Erkrankung einer Schöffin abgebrochen werden. Am Dienstag wird das Urteil erwartet. jht
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