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Bubenhauser Totschlags-Prozess geht weiter

Zweibrücken. Im Bubenhauser Totschlagprozess ist der Onkel des Angeklagten am Freitag von zwei Zeugen entastet worden. Er war in Verdacht geraten, die tödlichen Tritte gegen das Opfer selbst gesetzt zu haben (wir berichteten). In dem Prozess vor dem Zweibrücker Landgericht geht es um einen Vorfall in der Nacht zum 1. Oktober vergangenen Jahres. Der 23-Jährige sei mit seiner damaligen Freundin, so deren gestrige Aussage, im Zweibrücker Partyhaus in Streit geraten, so dass diese nicht mehr bei ihm übernachten wollte. Diese Auseinandersetzung sollen die beiden in dem Mietshaus fortgeführt haben, wo sich die Wohnung des Angeklagten befand. Dabei habe sich der Nachbar in seiner Nachtruhe gestört gefühlt.

Als die Freundin mit einem Bekannten in einem Taxi weggefahren war, sei es zu der Tat gekommen. Die junge Frau hat davon kurze Zeit später erfahren, als sie zu dem Wohnhaus ihres damaligen Freundes zurückkehrte. „Ich wollte den Streit nicht so stehen lassen“, nannte sie vor Gericht als Grund für ihre Rückkehr. Übernachtet habe sie danach bei dem Bekannten, mit dem sie am darauffolgenden Morgen zum Zweibrücker Bahnhof gegangen sei. Dort wollten sie gemeinsam mit dem Onkel des Angeklagten, der auch bei dem Bekannten den Rest der Nacht verbracht hatte, alkoholische Getränke kaufen. Bei dem 46- Jährigen habe sie keinerlei Blutspuren gesehen. Außerdem will sie ein Telefonat mitgehört haben, bei dem der Onkel bereits am Morgen den heutigen Pflichtverteidiger Alexander Becker über die Tat informiert haben soll.

Auch der Bekannte will weder Blutspuren an den Schuhen, noch an der Kleidung oder den Händen des Onkels gesehen haben: „Er war nie gewalttätig gegenüber anderen Menschen.“ Auch von einem Handel mit Rauschgift, das dem Bubenhauser vorgeworfen wird, habe er nie etwas bemerkt. Auch nach dem elften Verhandlungstag ist noch lange kein Ende des Prozesses abzusehen. Wahlverteidiger Robert Münch stellt einen Beweisantrag nach dem anderen – bislang sind es 37. Am Freitag beantragte Münch ein Gutachten, das beweisen soll, dass durch die Kopfverletzungen das Opfer keine Schmerzlaute von sich geben konnte, wie es ein Nachbar vor Gericht berichtet hatte. In einem weiteren Antrag sollen die Notrufe der Tatnacht verlesen werden.

 Das Verfahren wird am 30. Mai, neun Uhr, fortgesetzt.

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