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Bürger erzürnt über Zustand des Heusweiler Freibades

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Ein Anwohner aus der Nachbarschaft des Heusweiler Schwimmbades, dessen Name der Redaktion bekannt ist, berichtet: „Jedes Mal, wenn ich dort vorbeikomme, fällt mir der beklagenswerte Zustand der Außenanlage ins Auge. Löcher in der Umzäunung und die aufgebrochene Tür am hinteren Zugang machen es jedermann leicht, ins Innere des Bades zu gelangen. Das einst stolze Schwimmbad ist vor allem für Kinder zu einem gefährlichen Spielplatz geworden.“

Totes Reh im Becken

Sichtlich erzürnt fügt der Mann hinzu: „Es ist mir heute noch unverständlich, wie Kommunalpolitiker 2007 für die Schließung der Freizeit-Anlage stimmen konnten. Mit dem damaligen Beschluss wurde eine für Heusweiler Verhältnisse beispiellose Vergeudung von Volkseigentum in die Wege geleitet. Der heutige Zustand sagt alles.“ Ebenfalls entrüstet gibt sich eine Frau, die im Umfeld des Bades wohnt: „Abgesehen davon, dass die Natur immer mehr Besitz vom Freibad ergreift, liegt auch noch Unrat im früheren Schwimmerbecken, wie ich feststellte, als ich Kinder störte, die sich dort aufhielten. Vor der inzwischen offenen Tür des Nebeneingangs liegt ein größerer Haufen Heckenschnitt und daneben etliche Altkleider.“

Die Angaben der beiden Informanten sind nicht übertrieben, wie der Reporter der Saarbrücker Zeitung bei einer Besichtigung feststellte. Und er sah noch mehr: Im ehemaligen Schwimmerbecken lag ein verendetes Reh. Hans Günter Flätgen, Hauptamtsleiter bei der Heusweiler Verwaltung und zuständig für die Liegenschaften im Gemeindebesitz, teilte auf Anfrage mit, dass die Umzäunung umgehend repariert und der Müll beseitigt werde. Bezüglich einer zukünftigen Nutzung verwies Flätgen darauf, dass der Bauausschuss des Gemeinderates erst kürzlich einen möglichen Investor abgelehnt habe, weil dieser kein nachhaltiges Konzept vorlegen konnte. Mit einem weiteren Investor, der wesentlich interessantere Vorstellungen einer Nutzung habe, so Flätgen, werde derzeit verhandelt.

Die Verwaltung reagierte bereits einen Tag nach der SZ-Anfrage auf die Beschwerden der Bürger. Mitarbeiter des Bauhofes begannen mit der Beseitigung des Mülls. Bürgermeister Thomas Redelberger versprach, die Anlage wieder rundum zu verschließen. Der CDU-Mann fügte aber an, dass Schäden an der Umzäunung immer wieder vorkämen.

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