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Bürger haben Bedenken, wenn Polizei Heusweiler den Rücken zukehrt

Symbolfoto.

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In Heusweiler geht man wohl nicht davon aus, dass ein Polizeiposten im Rathaus das Sicherheitsgefühl im gleichen Maße aufrecht erhalten kann wie die stärker besetzte Polizeiinspektion (PI), die, wie berichtet, nach Köllerbach umziehen will. In einer Umfrage wollten wir wissen, ob die Befragten glauben, dass mit der Wache statt der PI „das Sicherheitsgefühl der mehr als 18 000 Bürger gewährleistet ist?“

Es scheint, keine Nachricht der ereignisreichen vergangenen Wochen hat die acht befragten Bürgerinnen und Bürger so aufgerüttelt wie die vom Wegzug der Polizei . So war sogar zu hören, dass man sich nach dem Lesen der Nachricht „entsetzt“, „perplex“ und betroffen gefühlt habe, und alle acht fänden es besser , wenn die PI vor Ort bliebe. Genannt wurden dafür unterschiedliche Gründe. So meinte Klaus Becker: „Ein Polizeiposten reicht nicht aus, um das Sicherheitsgefühl im Ort zu gewährleisten.“ Und er stellt sich die Frage, wie lange es dauern werde, bis die Polizei bei einem Einbruch von Köllerbach aus in Heusweiler ist, „ich lese in letzter Zeit immer häufiger Meldungen von Einbrüchen in entlang der Saarbahnstrecke gelegenen Häusern“.

Renate Tesche sagt: „Die Inspektion gehört eher nach Heusweiler als nach Köllerbach, da die Gemeinde mit allen Ortsteilen flächenmäßig größer als Köllerbach ist.“ Ein Polizeiposten könne das Sicherheitsgefühl der Leute in einem Ort mit 18 000 Einwohnern „nie und nimmer gewährleisten“.

Knut Scherer glaubt, dass alleine schon die Polizeifahrzeuge vor dem jetzigen Sitz der PI Köllertal in der Trierer Straße sowie das Polizeischild dem Bürger ein Sicherheitsgefühl geben. Er befürchtet gar, dass die Kriminalität im Ort ansteige, wenn die Inspektion weggezogen sei. Heusweiler sei wegen seiner verkehrsgünstigen Lage für Diebe genauso gut erreichbar wie für jedermann.

Oswald Blass plädiert vor allem wegen der zentralen Lage von Heusweiler für den Erhalt des derzeitigen PI-Standortes. Die Beamten der PI Köllertal hätten in all den Jahren ihrer Präsenz stets Bürgernähe praktiziert und damit das Sicherheitsgefühl gestärkt. Damit sei es nach der Verlegung vorbei, glaubt der frühere Schwimmmeister des ehemaligen Heusweiler Hallen-Freibades. Er verweist zudem noch auf die hohen Kosten, die ein Umzug mit sich bringe. Die Meldung vom Umzug habe ihm regelrecht die Sprache verschlagen.

Auch Thomas Maurer sagt, dass ihm die Präsenz einer jederzeit besetzten Inspektion immer ein Sicherheitsgefühl vermittelt habe. Er fragt sich, warum das einst für Heusweiler-Hirtel an der Bundesstraße 268 vorgesehene „Blaulichtviertel“ nun in Köllerbach eingerichtet werde.

Friseurmeister Gerd Jochem ist der Meinung, dass die Polizei alleine schon wegen der Größe des Ortes in ihrer derzeitigen Stärke im Ort bleiben sollte. Im Ernstfall würde es viel zu lange dauern, bis die Beamte von Köllerbach aus in Heusweiler oder Eiweiler seien.

Beate Cossutta, Wirtin des Restaurants Casa da Franco, das nur hundert Meter von der Polizeiinspektion in der Trierer Straße entfernt steht, glaubt, dass ein Polizeiposten nicht ausreiche, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sie geht auch davon aus, dass ihr Haus wegen der Nähe zur Polizei bislang von Einbrüchen verschont geblieben sei.

Horst Schwamm schilderte, er sei regelrecht geschockt gewesen, als er die Nachricht von der Verlegung der PI Köllertal in der Zeitung gelesen habe. Er habe sich dank der Polizeipräsenz im Ort stets sicher gefühlt. Ein Polizeiposten könne ihm diese Sicherheit nicht vermitteln.  
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