L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (01:43)

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Bundesbehinderten- Beauftragter: Unterricht in Regelschulen muss sein

Saarbrücken. Der Bundesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe, sieht in der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen sein wichtigstes Ziel. Das machte er jetzt im Saarbrücker Schloss deutlich, wo er sich auf Einladung des Landesbehindertenbeauftragten und Vorsitzenden des Landesbehindertenbeirats, Wolfgang Gütlein, aufhielt. Seine Aufgabe, so der Bundesbeauftragte, sei es, durch die Umsetzung der Konvention gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen. Hauptanliegen des Abkommens sei die Realisierung des Rechts auf Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Und Teilhabe, wie sie die Konvention vorsehe, bedeute gerade nicht Fürsorge, sagte Hüppe, der der CDU angehört.

"Ich sehe die Verwirklichung der UN-Konvention noch ganz am Anfang", unterstrich Hüppe auf der Veranstaltung im Schloss. Nach seinen Worten ist geplant, zur Umsetzung der Konvention einen Beirat zu bilden, dem mindestens zur Hälfte Behinderte angehören müssen. Dieser soll für eine "politische Begleitung" sorgen und über Vorschläge zur Verbesserung der Lage behinderter Menschen beraten.

Nach Einschätzung von Hüppe spielt das Bildungswesen dabei eine ganz wichtige Rolle. "Ziel ist es, ein Schulsystem zu schaffen, bei dem alle Kinder sowie Jugendlichen gemeinsam lernen können und je nach persönlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen gefördert werden", betonte der Bundesbeauftragte. Nach seiner Einschätzung würde dies auch Vorteile für den Arbeitsmarkt der nahen Zukunft bringen.  Wenn nämlich der Umgang mit Behinderten bereits in der Schule gelernt werde, gebe es auch weniger Vorurteile im späteren Erwerbsleben. "Eine inklusive Schule ist eine Schule, in der jeder nach seinen Talenten gefördert wird", erläuterte Hüppe. Die Entscheidung für ein gemeinsames Lernen sei mit der Ratifizierung der UN-Konvention bereits gefallen. Es gehe also längst nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wie, so Hüppe.

Darüber hinaus sprach der Behindertenbeauftragte über die Rechte, die sich für Behinderte im Bereich Wohnen aus der Konvention ergeben. Dabei seien "das Recht, seinen Wohnort frei bestimmen zu dürfen, und eine grundsätzliche Barrierefreiheit wesentlich", hob Hüppe hervor. Zentrale Punkte seien zudem die Achtung der Privatsphäre und die Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben.

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