L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Bundesrichter heben Urteil im Prozess um Kofferraummord auf

Symbolfoto

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Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Saarbrücker Schwurgerichts gegen eine 56 Jahre alte Versicherungsmaklerin aufgehoben. Die inhaftierte Homburgerin war Ende Januar zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie einem 45-jährigen Hausmeister im Frühjahr 2013 den Auftrag gegeben haben soll, ihren früheren Geschäftspartner Peter P. aus Kirkel zu ermorden. Dessen Leiche war am 7. Juni 2013 im Kofferraum seines Mercedes gefunden worden. Der Mann war mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen worden.

Der BGH hat dem Revisionsantrag des Saarbrücker Strafverteidigers Joachim Giring stattgegeben und den Fall zur neuen Verhandlung vor einer anderen Schwurgerichtskammer an das Landgericht zurückverwiesen. Wie es heißt, begründeten die Bundesrichter ihre Entscheidung mit Darstellungsmängeln im Urteil. Die Beweiswürdigung sei zum Teil nicht nachprüfbar. Diese Auffassung soll auch der Generalbundesanwalt in seiner Stellungnahme vertreten haben.

Voraussichtlich im Dezember wird der Mordprozess gegen die 56-Jährige Maklerin neu aufgerollt. Rechtskräftig ist dagegen in diesem spektakulären Fall das Urteil gegen den 45 Jahren Ex-Rocker aus Dillinger, der ein umfassendes Geständnis abgelegt und die Frau als seine Auftraggeberin belastet hatte. Er profitierte vor Gericht von der Kronzeugenregelung und wurde wegen Mordes aus Habgier zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Er hatte gestanden, in einer leer stehenden Wohnung in Saarlouis die tödlichen Schüsse auf das Opfer Peter P., bei dem die Maklerin wohl Schulden hatte, abgegeben zu haben und die Leiche dann in den Kofferraum geladen zu haben. Sein angeblicher Lohn dafür: Ein fast nagelneuer Mazda CX7. Zudem soll er auch Geld bekommen haben, um den Schwiegersohn der Frau zu töten. Dazu kam es aber nicht.
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