Saarland: Saarbrücken-St.Johann, Dudweilerstraße/B 41, Unfall in Höhe Einmündung Meerwiesertalweg/L252, Vollsperrung der Richtungsfahrbahn in Richtung BAB 623, Umleitung über die Brauerstraße, Stau (14:00)

B41

Priorität: Sehr dringend

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Burbach wird seine Bauruinen nicht los

Polizei und Feuerwehr kennen die heruntergekommene Immobilie nur zu gut. Schaumreste auf dem verwahrlosten Grundstück zeugen nach der jüngsten Brandstiftung auf dem Anwesen von den Löscharbeiten.

Polizei und Feuerwehr kennen die heruntergekommene Immobilie nur zu gut. Schaumreste auf dem verwahrlosten Grundstück zeugen nach der jüngsten Brandstiftung auf dem Anwesen von den Löscharbeiten.

Es klang nach Entschlossenheit, als Mitglieder des Bezirksrats West vor etwa zwei Jahren auf dem Anwesen 172/174 in der Luisenthaler Straße standen und gemeinsam formulierten: „Das ist ein Schandfleck und muss weg!“ Verändert hat sich seitdem nichts – jedenfalls nicht zum Guten. Erst vor einigen Tagen rückten Feuerwehr und Polizei aus, weil auf dem Anwesen in Burbach Autoreifen brannten. Der Band war schnell gelöscht. Aber auch Polizei und Feuerwehr können das grundsätzliche Problem nicht lösen. „Es handelt sich um Privateigentum, damit ist der Eigen-tümer zuständig“, teilt Stadtpressesprecher Thomas Blug auf Anfrage mit –und verweist auf Artikel 14 des Grundgesetzes: „Eigentum verpflichtet.“

Der Hinweis hilft allerdings nicht weiter, weil die Eigentümerin offenbar mittellos ist. Die Stadt könne da allerdings nicht einspringen, sagt Blug. Die Position der Stadt: „Die Beseitigung würde erhebliche Kosten verursachen. Diese Kosten können wir nicht aus Steuermitteln übernehmen.“ Beim Ortstermin des Bezirksrats hieß es, dass der Abriss der beiden Häuser rund eine halbe Million Euro kosten würde. Das scheint aber nicht das einzige Problem zu sein. Zum einen wird vermutet, dass das Gelände mit Schadstoffen belastet ist. Das würde den Abriss verteuern. Zum andern liegt auf dem Gelände nach SZ-Informationen eine Grundschuld von 1,53 Millionen Euro. Diese mehrfache Belastung hat wohl dazu geführt, dass Investoren, die sich für das Gelände interessierten, abgewunken haben. Von Entschlossenheit also keine Spur.
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