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Burbacher Tragödie: War Kerze Brandursache?



Saarbrücken. Der Brand in dem Dachgeschoss in der Von der Heydt Straße 33 im Saarbrücker Stadtteil Burbach wurde, so Informationen der Saarbrücker Zeitung, vermutlich durch eine brennende Kerze im Schlafzimmer der Eltern (27 und 28 Jahre alt) verursacht. Beamte der von der Polizei eingesetzten 40-köpfigen Ermittlungsgruppe 33/4 sollen bei der Untersuchung der ausgebrannten Wohnung entsprechende Hinweise gefunden haben.

Fest steht, dass das Feuer im Eltern-Schlafzimmer ausgebrochen ist. In der Wohnung war die Stromversorgung – wie bereits berichtet - gesperrt. Bei dem Brand am Freitagmorgen gegen 4.30 Uhr kamen vier Kinder (dreijährige Zwillingsbrüder sowie fünf und sieben Jahre alte Mädchen) ums Leben. Die 27-jährige Mutter und ein elf Monate altes Mädchen sowie der 28 Jahre alte Vater konnten in letzter Minute von der Feuerwehr über Drehleitern gerettet werden. Die Leichen der vier Kinder wurden bereits am Freitag von der Gerichtsmedizin in Saarbrücken und Homburg obduziert.

Wie die Saarbrücker Zeitung aus Ermittlerkreisen erfuhr, ergaben die Untersuchungen der Gerichtsmediziner, dass die Kinder große Mengen Rauchgas eingeatmet hatten, auch Russ soll in den Lungen gefunden worden sein. Demnach sind die Kinder vermutlich erstickt. Zwischenzeitlich sind toxikologische Feinuntersuchungen angeordnet worden. Die Ermittler erhoffen sich dadurch Hinweise auf den Todeszeitpunkt der Kinder. Sie wollen klären, ob die beiden Jungen und Mädchen möglicherweise bereits tot waren, als die Feuerwehr eingetroffen ist.

Angehörige der Familie haben über einen Anwalt Vorwürfe gegen die Feuerwehr erhoben, sie hätte die Kinder trotz energischer Hinweise der Mutter nicht rechtzeitig aus der brennenden Wohnung geholt. Die 27-jährige Frau ist angeblich bereits aus der Klink entlassen und wird von ihrer Familie betreut. Der Vater und der Säugling sind weiter zur Beobachtung im Krankenhaus. Wie zu erfahren war, wollen Ermittler die Eltern am Montag vernehmen. Zeugen die versucht hatten, der Familie am Freitagmorgen zu helfen, wurden bereits vernommen.

Ein Polizeisprecher wollte diese Information der Saarbrücker Zeitung am Samstag nicht bestätigen. Er verwies auf eine Stellungnahme, die zum Wochenbeginn erfolgen soll.


> ausführlicher Bericht am Montag in der Saarbrücker Zeitung
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