A8 Karlsruhe Richtung Neunkirchen Zwischen AS Einöd und AS Limbach Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (16:18)

A8

Priorität: Sehr dringend

5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
5°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Burnout-Syndrom: Regionalverband hilft mit Vorbeugungs-Workshop

Saarbrücken. Der Wecker klingelt, räkeln, dann die ersten Gedanken: „Mist, kein Sonntag, wieder arbeiten, keine Lust, alles Mist.“ Sowas erlebt jede und jeder mal, sagt der Saarbrücker Therapeut und Autor Helmut Kuntz. „Keine Lust zu haben, kommt vor. Aber wenn man sehr oft mit Zorn zur Arbeit geht, mit geballter Faust in der Tasche, wenn man zynisch wird gegenüber den Arbeitskollegen und innerlich gekündigt hat, wenn die Lustlosigkeit also zu einer Haltung wird, dann sollte man in Behandlung“, rät er. Burnout nennt sich die Krankheit, die dann behandelt werden muss.

„Burnout hat Konjunktur“, weiß Kuntz. Er selbst behandelt einige Menschen, die „ausgebrannt“ sind. Lehrerinnen mit Depressionen und mit Herzkreislaufproblemen zum Beispiel. Einen Banker, der einfach nicht mehr kann. Noch eine Lehrerin, die zusammengebrochen ist und direkt in die Klinik musste. Es trifft Menschen in vielen Berufen, erklärt Kuntz. Nicht nur in der freien Wirtschaft, wo es immer mehr Druck gebe. Auch Menschen mit helfenden Berufen sind in Gefahr. Die Wohlfahrtsverbände haben das als Arbeitgeber längst im Blick, sagt Kuntz.

Einige Betroffene, vor allem Männer, nehmen das Problem nicht so ernst. „Wenn man mal ein bisschen Stress hat, ist das noch kein Burnout.“ Dem Satz will Kuntz nicht generell widersprechen, aber er rät dazu, auf Alarmsignale zu achten und im Zweifelsfall lieber zu früh als zu spät Hilfe zu suchen. „Es ist gesünder, für Auszeiten selbst zu sorgen, als die Zwangsauszeit dem Herzinfarkt und dem Burnout zu überlassen“, sagt er.

Wobei mit einer Behandlung das Problem noch nicht gelöst ist. „Die Behandlung ändert ja nichts an der äußeren Situation“, sagt Kuntz. Ein Therapeut kann aber helfen, dass sein Patient Strategien entwickelt. „Nicht alles schlucken und wissen, wie man ein belastendes Problem auf der Arbeit anspricht“, seien solche Strategien, erklärt Kuntz.

Am Allerbesten sei es natürlich, Burnout zu verhindern. Indem man lernt, mit Belastungen umzugehen. Indem man lernt abzuschalten. Indem man lernt, Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen. Da gebe es keine Patentrezepte, jeder müsse da seinen Weg finden, sagt Kuntz.

Hilfe dabei gibt es beim Regionalverband. Der bietet am Samstag, 8. Mai, 10 bis 16 Uhr, einen Vorbeugungs-Workshop mit Helmut Kuntz an.

Info und Anmeldung: Tel. (06 81) 5 06-19 00

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein