A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarlouis-Mitte Baustelle, Ausfahrt gesperrt bis 22.12.2017 16:00 Uhr (13.11.2017, 11:43)

A620

Priorität: Dringend

2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
2°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Bye, bye Manuel: Zeitz geht zum 1. FC Nürnberg

Manhuel Zeitz verlässt den FCS.

Manhuel Zeitz verlässt den FCS.

Saarbrücken. Spielertrikots sind für Fans ein besonderes Souvenir. Umso mehr, wenn ein Spieler einen Verein verlässt. An diesem Samstag wird Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken im letzten Saisonheimspiel gegen den SV Babelsberg (13.30 Uhr) auch noch im neuen Trikot für die kommende Spielzeit auflaufen. Dieses eine neue Hemd mit der Nummer 7 wird sicher am heißesten begehrt sein: Sein Träger Manuel Zeitz wird zum letzten Mal in einem Pflichtspiel im Ludwigspark-Stadion auflaufen.



Mehr Wehmut als Vorfreude

„Ich glaube, ich müsste alle fünf Minuten das Trikot wechseln, damit ich alle Anfragen erfüllen kann. Ich habe auch darüber nachgedacht, es selbst zu behalten, aber es wird wohl mein Bruder bekommen“, sagt Zeitz, der zu Bundesligist 1. FC Nürnberg wechselt: „Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass es das letzte Spiel sein wird. Im Moment ist mehr Wehmut als Vorfreude angesagt.“

Vor knapp drei Jahren gab Zeitz beim 4:5 im Testspiel gegen Saarlandligist SV Bübingen sein Debüt in der ersten Mannschaft des FCS. „Wir hatten damals für Oberliga-Verhältnisse richtig gute Fußballer auf dem Platz. Aber die Körpersprache war die einer C-Jugend. Da kam dann dieser 17-Jährige, hat gleich gezeigt, dass er sich nichts gefallen lassen will. Da wusste ich, der kann uns weiterhelfen“, erinnert sich Dieter Ferner, damals Trainer, heute sportlicher Leiter: „Ich glaube fest daran, dass wir ihn in großen Stadien sehen werden.“


"Ich will nach Nürnberg, Nürnberg will mich"

Schon bald nach seinem Oberliga-Debüt und der späteren Meisterschaft war klar, dass der FCS das Talent nicht wird halten können. Die SZ titelte im September 2009: „Zeitz verlässt den FCS.“ Er sagte damals: „Ich will nach Nürnberg, Nürnberg will mich. Alles weitere müssen andere entscheiden.“ Das tat das Präsidium um Ex-Präsident Horst Hinschberger. Trotz angeblichen 200?000 Euro Ablöse erklärte man Zeitz für unverkäuflich. Der Junge aus Großrosseln war zur Führungsfigur herangewachsen, wurde U20-Nationalspieler. Jetzt aber ist sein Vertrag ausgelaufen, und Zeitz geht.

Zeitz ist Kämpfer und Antreiber im Mittelfeld, zuletzt sogar fast unüberwindbarer Innenverteidiger. „Er hat eine top Einstellung“, lobt Trainer Jürgen Luginger, „er wird sich schnell an das Niveau der Bundesliga gewöhnen“. Doch zuerst will der Publikumsliebling gegen Babelsberg noch ein letztes Mal im Ludwigspark siegen.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein