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CDU: Saarbrücken hat zu viele Zocker-Tempel!

Saarbrücken. „Die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion ist besorgt über die ständig wachsende Zahl von Spielhallen, insbesondere in der Innenstadt“, sagt ihr baupolitischer Sprecher Hermann Hoffmann und ergänzt: „Verwaltung und Rat müssen fast ohnmächtig zusehen, wie sich diese Spielhallen ausbreiten.“

Besonders für die an Frankreich angrenzenden Kommunen, wie zum Beispiel Saarbrücken, stelle dies ein großes Problem dar. In Frankreich sind Spielhallen verboten, deshalb kommen viele Besucher aus dem Nachbarland in die Saarbrücker Spielhallen. Aufgrund der geltenden Rechtslage müssen die Spielhallen in Deutschland aber fast überall genehmigt werden. „Es ist nicht leistbar, alle Bebauungspläne so zu ändern, dass man Spielhallen beispielsweise in Gewerbe- und Industriegebieten genehmigen, dagegen aber in Stadt- und Wohnlagen verbieten kann. Deshalb müssen bundesweite Lösungen kommen – und zwar schnell“, fordert Hoffmann.

Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeige, dass die Anzahl der Spielsüchtigen deutlich steigt. Mittlerweile gibt es im Saarland über 3000 Spielsüchtige und weitere 4100 Betroffene mit problematischem Spielverhalten. Trotz Verbot kämen auch die Jugendlichen an die Geldspielautomaten heran. Deshalb hat die CDU-Fraktion gestern einen Antrag im Bauausschuss gestellt. Darin wird die Stadtverwaltung aufgefordert, über den Saarländischen Städte- und Gemeindetag und den Deutschen Städtetag auf Landes- und Bundesebene auf die Spielhallenproblematik hinzuweisen und entsprechende rechtliche Möglichkeiten zu fordern. Die anderen Fraktionen stimmten zu – nur die FDP war dagegen.red

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