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Caritas-Klinik: 17 Millionen für Sicherheit der Patienten

Die Caritas-Klinik St. Theresia auf dem Saarbrücker Rastpfuhl (hier der Eingangsbereich) hat einen neuen Erweiterungsbau bekommen.

Die Caritas-Klinik St. Theresia auf dem Saarbrücker Rastpfuhl (hier der Eingangsbereich) hat einen neuen Erweiterungsbau bekommen.

Saarbrücken. Die Zeiten, in denen Patienten in ihren fahrbaren Betten auf dem Flur vor dem Operationssaal liegen und darauf warten, dass sie an die Reihe kommen, sind vorbei – jedenfalls in der Caritasklinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl. Operationen sollen dort künftig nicht nur angenehmer sein als bisher, die Klinikleitung spricht auch von mehr Sicherheit und besseren Arbeitsbedingungen fürs medizinische Personal. Die 17 Millionen Euro, die das gekostet hat, seien gut investiert, sagt Hans-Joachim Backes, der Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), die die Klinik betreibt.

Moderner, heller Erweiterungsbau

An diesem Sonntag will die Klinikleitung dem saarländischen Gesundheitsminister Georg Weisweiler zeigen, dass die neun Millionen Euro aus dem Landeshaushalt im katholischen Krankenhaus gut angelegt sind. Die Klinik hat sich mit dem Geld neu sortiert.

In einem modernen, hellen Erweiterungsbau, den der Minister einweihen darf, werden nicht nur die Radioonkologie und die zentrale Abteilung, die Klinikmaterial sterilisiert, untergebracht. Dort werden sieben Operationssäle (OP) eingerichtet. Das ist zwar ein Saal weniger als bisher, aber vor allem weil sich im Neubau besser arbeiten lässt, wird die Klinik künftig sogar mehr Operationen als bisher bewältigen können, sagt OP-Koordinator Michael Lischka. 2008 wurde in der Klinik 8500 Mal operiert. Zurzeit schaffen die Ärzte 11 000 Operationen pro Jahr. Im kommenden Jahr werden es wohl 12 000 sein, sagt Lischka.

Management wird verbessert

Dass mehr operiert werden kann, obwohl es einen OP weniger gibt, liege daran, dass das Management verbessert wird. Sowohl für stationäre Patienten, als auch für ambulante Patienten, die nur zu einer kleineren Operation kommen und nach zwei, drei Stunden wieder nach Hause dürfen, gibt es jetzt Empfangsräume.

Anders als früher auf dem Flur, können die Schwestern und Pfleger die Patienten dort schon auf die Operation vorbereiten, erklärt Professor Andreas Sielenkämper, der Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Das ist im Sinne der Klinik, in der wie in allen Kliniken Zeit Geld ist, diene aber auch dem Wohlbefinden der Patienten, sagt der Professor.

Sicherheit für die Patienten verbessert
 

Modernste Technik und Fenster, durch die die Ärzte auch in den benachbarten OP schauen können, erleichtern die Kommunikation zwischen den Medizinern. Operationen werden gefilmt, Spezialisten, die gerade nicht am OP-Tisch sind, können sich die Bilder live ansehen und notfalls helfen – im OP eine Tür weiter oder an einem Schreibtisch irgendwo auf der Welt. In den ehemaligen OP-Trakt direkt neben dem neuen wird die Intensivstation verlegt. Dass es da künftig kurze Wege gibt, werde die Sicherheit für die Patienten ebenfalls verbessern. Aber so toll das alles sei, am besten sei es natürlich, wenn man gesund bleibt, sagt cts-Chef Backes.

Wer sich den neuen OP-Trakt anschauen will, kann das beim Tag der offenen Tür am Samstag, 21. Mai, tun.

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