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Cattenom: Saar-Gemeinden wollen Widerstand

Städtetags-Geschäftsführer Klaus-Ludwig Haus verweist in dem Papier auf die Initiative von Merzig, Mettlach, Perl und Rehlingen-Siersburg, die in dem besonders gefährdeten 25-Kilometer-Radius des Kernkraftwerks liegen. Diese Kommunen forderten bereits vergangene Woche in einer Resolution die umgehende Stilllegung von Cattenom (wir berichteten). In den Rathäusern liegt jetzt ein Bürgeraufruf „Cattenom abschalten jetzt!“ zur Unterschrift aus.

Auch im Kreis Neunkirchen haben die Bürgermeister aller sieben Städte und Gemeinden mobil gemacht und verbesserte Sicherheitsstandards gefordert. Der Saarbrücker Stadtrat will sich heute mit einem Bürgeraufruf befassen, der dann im Rathaus und in anderen Verwaltungsstellen unterzeichnet werden kann. Die Forderungen: sofortige Abschaltung des AKW Cattenom, eine Sicherheitsüberprüfung analog zu den jetzt in Deutschland stillgelegten Reaktoren sowie die Erarbeitung eines Konzepts für eine nachhaltige Energieversorgung der Region Saar-Lor-Lux ohne Kernkraft.

Am 15. April werde sich ein Interregionales Forum mit dem Thema Cattenom beschäftigen, so gestern die Vorsitzende der Sicherheitskommission des Interregionalen Parlamentarierrates, Helma Kuhn-Theis (CDU). Es gehe darum, die Kollegen aus Frankreich für die Gefahren der Kernkraft in einer Region mit elf Millionen Menschen zu sensibilisieren, sagt die Politikerin. Zwischenzeitlich rufen auch verschiedene Internet-Foren im grenznahen Bereich zum Protest gegen das Atomkraftwerk auf (www.petitiononline.de).

Ministerpräsident Peter Müller (CDU) wird morgen im Landtag eine Regierungserklärung zur Entwicklung der Energieversorgungsdebatte abgeben. Die Landtags-Parteien haben gestern ihre Bedenken gegenüber Cattenom bekräftigt. Die Linken forderten bei dieser Gelegenheit mit Blick auf die Strompreisgestaltung eine verstärkte staatliche Kontrolle der Energiekonzerne.

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