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Cattenom: Tausende Liter Salzsäure liefen in die Mosel

Durch ein Leck in einem Tank des französischen Atomkraftwerks (AKW) Cattenom sind vor drei Wochen 58 000 Liter Salzsäure in die Mosel und in den Boden gelaufen. Wie die französische Atomaufsichtsbehörde ASN erst jetzt auf ihrer Internetseite mitteilte, soll sich der Vorfall am 23. oder 24. Juli ereignet haben. Zunächst sei die aus dem Leck geflossene Salzsäure durch ein Rückhaltebecken aufgefangen worden. Der AKW-Betreiber EDF habe die Flüssigkeit über eine Leitung zum Kühlturm des Reaktors 3 abfließen lassen wollen. Eine knappe Woche später, am 29. Juli, habe man bemerkt, dass das Schlussstück dieser Leitung fehlte und die Säure im Boden versickert war. Ein Teil sei in die Mosel gelangt.

Salzsäure ist eine Minerallösung, die aus gasförmigem Chlorwasser besteht und in größeren Konzentrationsmengen als gefährlich gilt. Die Säure werde im Reaktor 3 zur Anti-Kalk-Behandlung des Kühlturms eingesetzt, teilte die französische Atomaufsichtsbehörde ASN.

Die EDF habe inner- und außerhalb der Anlage Untersuchungen durchgeführt. Demnach sei ein negativer Umwelteinfluss unwahrscheinlich, so die offizielle Mitteilung. Der Defekt bei der Leitung werde nun behoben. Am 6. August haben Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde selbst in Cattenom den Vorfall untersucht. Auch ihrer Ansicht nach hatte die Panne nur wenig Einfluss auf die Natur. Der Vorfall habe weder die Sicherheit des Atomkraftwerks noch des Strahlenschutzes beeinflusst und sei auch nicht durch die internationale Störfall-Skala Ines klassifiziert.

Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg fordern seit längerem die Stilllegung des AKW in Cattenom. Am Samstag wollen Greenpeace-Aktivisten für die Abschaltung des Meilers mit Bannern auf der Mosel demonstrieren, wie das Luxemburger „Tageblatt“ berichtete. ukl

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