L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Cattenom-Übung: Ergebnis war zufriedenstellend

Vier Tage hat der dritte Teil der grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübung rund um das AKW Cattenom gedauert. Am 26. September werden sich alle Akteure zusammensetzen, um Schlüsse aus dieser Erfahrung zu ziehen. Doch schon gestern traten in Metz neben Präfekt Nacer Meddah, dem Hausherrn, auch Bernard Carpasse, Stellvertreter der belgischen Innenministerin, Paul Dewil, Direktor der wallonischen Krisenstelle, Mars Di Bartolomeo, luxemburgischer Gesundheitminister, Jean-Marie Halsdorf, luxemburgischer Innenminister sowie auf deutscher Seite Eveline Lemke (Grüne), stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland- Pfalz, Heike Raab, Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Innenministerium und auf saarländischer Seite die Staatssekretäre Georg Jungmann (CDU) und Roland Krämer (SPD) vor die Presse.

Dabei wurde zunächst die „erfolgreiche Durchführung“ der Übung gelobt, an der rund 800 Beamte beteiligt waren. Auch wenn es bei der digitalen Übertragung der Daten und der präziseren Übersetzungsarbeiten noch Defizite gäbe, sei die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Krisenstäben in den vier Ländern „zufriedenstellend“, hieß es. Der Kontakt zwischen den Verantwortlichen sei vertieft worden. „Wenn die Menschen hinter dem System sich kennen, können sie sich besser einschätzen, zusammen agieren und die gleichen abgestimmten Informationen nach außen tragen“, sagte Meddah. Doch der Konflikt um die ausbleibenden oder zu späten Informationen nach realen Störfällen in Cattenom schwelt weiter.

Dieser Streit hatte sich nach einem Transformatorbrand in einem der Meiler vor etwa 14 Tagen entzündet. Staatssekretär Jungmann sagte: „Es kann doch nicht sein, dass Bürger aus Perl unsere Hotline anrufen und wir keine Informationen liefern können.“ Der Grund dafür sei, dass das vorhandene Meldesystem für radioaktive Störfälle vom Cattenom- Betreiber EdF und vom Präfekten nicht bei betrieblichen Störungen aktiviert werde. Das soll sich aber in nächster Zeit ändern, sicherte der Präfekt zu. Ein Abkommen für die grenzüberschreitende Information über alle Störfälle hatten das Saarland und Rheinland-Pfalz schon 2003 vorgelegt, doch wurde es bisher von Frankreich nicht unterschrieben. Jungmann sagte, er freue sich, dass Meddah dazu eine Arbeitsgruppe gründen wolle. Mit einem Abkommen könnte die Bevölkerung jederzeit informiert werden. Auch wenn es nur darum gehe, Entwarnung zu geben, so Jungmann. hem

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