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Cattenom macht große Sorgen

Lautzenhausen/Saarbrücken. Politiker aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz und Luxemburg blicken mit Sorge nach Lothringen, wo im Atomkraftwerk Cattenom jüngst gleich mehrere Arbeiter verstrahlt worden sind. Die Vertreter der Kommission für „Innere Sicherheit, Katastrophenschutz und Rettungsdienste“ im Interregionalen Parlamentarierrat sprachen sich am Freitag für eine Empfehlung aus, die sich vor allem an den Betreiber des Atomkraftwerks richten soll. Zugleich sollen aber auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angeschrieben werden, wie auch der Präsident des Regionalrats von Lothringen, Jean-Pierre Masseret.

Die Vorsitzende der Kommission, die saarländische CDU-Abgeordnete Helma Kuhn-Theis (CDU), hofft auf die Unterstützung von Jean-Pierre Masseret bei der Forderung nach „Sicherheit für die 15 Millionen Menschen in der Großregion“. Im Anschluss an eine Besichtigung des Flughafens Frankfurt-Hahn sagte Kuhn-Theis: „Die Politik muss an einem Strang ziehen.“ Die Nachbarn könnten Frankreich zwar nicht vorschreiben, welche Energiepolitik das Land betreibe, allerdings gebe die Häufung der Unfälle zu denken. „Die Einrichtung ist sehr veraltet“, sagte Kuhn-Theis. Der erste Reaktorblock ging im Jahr 1986 ans Netz. Die CDU-Abgeordnete forderte den Betreiber, den französischen Stromkonzern EDF, auf, die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken und in das Atomkraftwerk zu investieren. Kuhn-Theis regte zudem an, dass die Kommunikationswege für den Krisenfall überprüft und gegebenenfalls „zeitgemäß“ überarbeitet werden sollten.

Eine Einschätzung der Situation durch Kommissionsmitglieder aus Lothringen war am Freitag nicht möglich. Zwei Vertreter des Regionalrates hatten sich für das Treffen auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn angemeldet, wo auch über Flughafensicherheit informiert wurde. Die Beiden hätten leider den falschen Flughafen angesteuert sagte Kuhn-Theis als sich die Lothringer Stunden nach Beginn des Treffens endlich gemeldet hatten. Der Fahrer der Politiker habe den Flughafen Frankfurt/Main angesteuert. „Soviel zur Großregion“, kommentierte Kuhn-Theis, die das Schreiben der Kommission Anfang kommender Woche in den Umlauf bringen will.
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