A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis Zwischen AS Schwalbach/Schwarzenholz und AS Schwalbach Dauerbaustelle, Arbeiten am Mittelstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt bis 28.10.2017 16:00 Uhr Zweiter Fahrstreifen auf Standspur eingerichtet. (26.05.2017, 13:53)

A8

Priorität: Normal

13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
13°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Chaos gibt's nur im Karussellnamen: St. Wendeler Kirmes ab Samstag

Schon aufgebaut und erstmals in St. Wendel dabei: das Fahrgeschäft „Chaos“. Fotos: Schneider</p>

Schon aufgebaut und erstmals in St. Wendel dabei: das Fahrgeschäft „Chaos“. Fotos: Schneider

Der Countdown zum Beginn der St. Wendeler Kirmes läuft. Auf dem Festplatz Bosenbach in der Missionshausstraße rollen große Laster an, auf denen die Fahrgeschäfte verstaut sind. In der heißen Phase vor der Rummeleröffnung am Samstag ist Marktmeister Dietmar Stoll von der Stadt St. Wendel täglich mit der Kirmes beschäftigt und auch täglich vor Ort. „Die Betreiber der Fahrgeschäfte melden sich bei mir, kurz bevor sie eintreffen“, berichtet Stoll. Er fährt dann auch zum Kirmesplatz, um das Schausteller-Team vor Ort einzuweisen. Er zeigt, wo ihr Karussell stehen soll.

Das ist schon seit einigen Wochen klar. Im Vorfeld, so erläutert Stoll, nimmt er sich ein Luftbild vom Kirmesplatz und zeichnet darauf maßstabsgetreu die einzelnen Fahrgeschäfte ein. Elf galt es in diesem Jahr zu positionieren. Wobei in dieser Zahl das Splash-Ball-Becken beispielsweise nicht eingerechnet ist. In einem übergroßen, durchsichtigen Ball können die Kirmesbesucher übers Wasser laufen. Zu den Karussells kommen noch Schießbuden und Essensstände dazu. 52 Schausteller sind es insgesamt.

Das erste Fahrgeschäft, das seinen Platz bezogen hat, ist das „ Chaos “. Erstmals ist der Betreiber aus Saarlouis zu Gast in St. Wendel . „Ich habe mir das Karussell im Sommer zwei Mal angeschaut und den Schausteller angesprochen, ob er zu unserer Kirmes kommen möchte“, berichtet Stoll. „ Chaos “ bewertet er als attraktives Fahrgeschäft für Jugendliche. In einer Art Greifarm sitzen die Besucher im Rund. Dieses Rund dreht sich und der komplette Arm pendelt hin und her.

In der Regel bewerben sich die Schausteller für die Kirmes und werden von einer Jury ausgewählt. Es gebe einige Klassiker, die in jedem Fall dabei sein sollten. Als Beispiele nennt Stoll den Autoscooter, die Schießbude oder die Berg- und Talbahn. „Auch ein Riesenrad sollte jedes Jahr hier sein“, so Stoll. Dieses Mal heißt es „Golden Wheel“ und wird wieder am Kopf des Kirmesplatzes stehen. Für die kleinen Besucher gibt es vier Fahrgeschäfte, darunter auch das klassische Kinderkarussell.

Einige Schausteller sind Stammgäste in St. Wendel . So die Lokalmatadoren aus Niederlinxweiler, Familie Heiderich, mit dem Safari-Express oder der Autoscooter. „Der wird schon in zweiter Generation betrieben, die dritte steht in den Startlöchern“ verrät Stoll. Seit zehn Jahren kümmert sich der Marktmeister bereits um die Kirmes. Für die Schausteller sei das Geschäft schwieriger geworden, doch von Konkurrenzkampf untereinander sei nichts zu spüren. Im Gegenteil. „Das ist hier so etwas wie eine Familie, in die ich in den vergangenen zehn Jahren aufgenommen wurde.“

Vom Kirmesplatz aus geht es rüber auf den Sportplatz. Dort ist das Zelt fürs Oktoberfest aufgebaut (siehe Text unten). Außerdem wird hier erstmals ein 7-D-Kino positioniert. Wie das funktioniert, erklärt Stoll an einem Beispiel. „Sieht der Gast einen Film über eine Wildwasserbahn, wird er leichten Sprühregen spüren.“ Quasi ein Erlebnis für alle Sinne.

Am gegenüberliegenden Ende des Platzes ist etwa vor dem letzten Drittel ein Gitter aufgestellt. Dieses markiert eine weitere Neuerung. „Hier wird ein Sammelplatz eingerichtet für den Fall, dass etwas passiert“, erklärt Stoll. Erstmals gebe es ein Sicherheitskonzept, wie bereits beim Weihnachtsmarkt üblich, auch bei der Kirmes, bestätigt St. Wendels Polizei-Chef Martin Walter. Für ihn aber kein Zeichen der realen Gefahr, sondern lediglich ein Mehr an Sicherheit.

Dieses Thema spielt auch auf dem Kirmesplatz eine Rolle. Marktmeister Stoll muss die 52 Fahrgeschäfte und Buden so positionieren, dass genügend Platz für Rettungseinsätze bleibt. Vor drei Jahren gab es eine Übung mit der Feuerwehr samt Drehleiter am Riesenrad. Einen schweren Unfall habe es bisher noch nicht gegeben. Was die äußeren Bedingungen für die Kirmes betrifft, muss Stoll schmunzeln. „Ich bin ein St. Wendeler Bub und gehe schon seit gut 52Jahren auf die Kirmes. Vom Shirt mit kurzem Arm bis zur dicken Winterjacke hatten wir schon alles.“ Welches Outfit wohl diesmal passt?

 

Mehr Platz für die Wies’n- Gaudi

Oktoberfest bietet größeres Zelt und mehr Programm

Eigentlich ist das runde Leder ihr Metier. Doch bei einer Gruppe des FC 1910 St. Wendel dreht sich seit einigen Wochen alles ums Oktoberfest . Parallel zu den Fahrgeschäften in der Bosenbach wird nebenan auf dem Sportplatz das Festzelt aufgebaut. Seit acht Jahren gibt es die St. Wendeler Wies'n während der Kirmes. Im Wechsel übernehmen der Turnverein St. Wendel und der Fußcallclub die Organisation. „Du musst als Verein schauen, dass Du auch etwas Neues machst“, gibt Stephan Thul, Vorsitzender des FC St. Wendel , die Marschrichtung des Planungsteams vor.

Und so gibt es dieses Mal gleich mehrere Neuerungen. Das Festzelt wächst um zirka 15 Meter, so dass dort ab sofort 1600 Besucher (statt bisher 1200) feiern können. Außerdem gibt es einen speziellen Raucherbereich. „Es ist eine Art überdachte Terrasse“, beschreibt Thul. Das Festzelt wird an allen acht Kirmestagen geöffnet sein, an beiden Wochenenden gibt es Live-Musik. Neu ist auch das Programm am Mittwoch, 26. Oktober: Dann steigt ab 18 Uhr eine SR1-Afterworkparty mit DJ Higheffect und DJ Foggy.

Der Vorverkauf läuft gut für den veranstaltenden Verein. Am Samstag, 29. Oktober, wenn Krachleder spielt, ist das Zelt bereits ausverkauft, nur noch wenige Karten gibt es für den ersten Kirmessamstag, 22. Oktober. Dann tritt die Formation Die Büddenbacher auf. Thul selbst freut sich vor allem auf die Musik von der Partyband Die Frankenräuber. Sie ist am Freitag, 28. Oktober, zu Gast. „Das ist eine Band, die nicht überall spielt“, so Thul. In Sachen Vorverkauf ist ausgerechnet dieser Termin das „Problemkind“ wie Thul es nennt. Hier gibt es noch genügend freie Plätze.

Neben dem bereits angesprochenen Sicherheitskonzept in Kooperation mit Stadt und Polizei , hat der Veranstalter eine Security-Firma beauftragt. „Die kümmert sich um die Kontrollen an Ein- und Ausgang“, so Thul. Mit sechs Mitarbeitern wird die Firma für Sicherheit im Zelt sorgen. „Ich glaube nicht, dass was passiert“, betont Thul. „Die Stimmung bei Oktoberfesten ist grundsätzlich positiv.“

Damit an den Kirmestagen alles rund läuft, muss Thul 200 Dienste einteilen. „Das geht an die Grenzen dessen, was machbar ist“, so der Vereinsvorsitzende.

 

Zum Thema:

Oktoberfest-Programm im Festzelt: Samstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr: Die Büddenbacher Montag, 24. Oktober, 12 bis 18 Uhr: DJ Mr. Lover Lover, ab 18 Uhr: Elliot. Mittwoch, 26. Oktober, 18 Uhr: After-Work-Party mit DJ Higheffect und DJ Foggy Freitag, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr: Die Frankenräuber Samstag, 29. Oktober, ab 19.30 Uhr: Krachleder. Sonntag, 30. Oktober, ab 13 Uhr: Musikverein Baltersweiler; ab 17 Uhr: Bumi and the Mooncrackers. evy

 

 

Zum Thema:

Die St. Wendeler Kirmes wird von Samstag bis Sonntag, 22. bis 30. Oktober, auf dem Festplatz Bosenbach gefeiert. Lediglich am Donnerstag, 27. Oktober, ruht der Kirmesbetrieb. Am Mittwoch, 26. Oktober, steigt ab 15 Uhr das Kinderfest der Schausteller mit ermäßigten Preisen. Zum Ausklang der Kirmes spendieren die Schausteller ihren Gästen und der Stadt ein Feuerwerk. evy
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein