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Chinaböller reißt Völklinger (19) Finger ab

Sulzbachtal/Fischbachtal/Lauterbach/Fürstenhausen. In Lauterbach ist für einen 19-Jährigen eine Silvesterparty im Jugendzentrum tragisch geendet. Wie die Völklinger Polizei gestern mitteilte, explodierte ein Chinaböller in seiner Hand, wobei ihm mehrere Finger abgerissen wurden. Sein 18-jähriger Freund, der neben ihm stand, erlitt zwei größere Fleischwunden an der Schulter. Die beiden jungen Männer wurden zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei war per Anruf alarmiert worden, jemand habe sich „mit einem Knallkörper die Hand abgesprengt“. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der 19-Jährige den Böller in der Küche angezündet und ihn dabei offenbar zu lange in der Hand behalten.

Auch die Beamten der Polizei-Inspektion Sulzbach hatten zum Jahreswechsel eine Menge zu tun. Am Neujahrsmorgen gegen 2.20 Uhr ging die Mitteilung ein, dass es in einem Haus in Neuweiler zum Streit gekommen sei. Vor Ort stellte die Polizei bei einem Einsatz fest, dass ein 46-Jähriger bei einem Streit seine Ex-Partnerin (30 Jahre, aus Frankreich) mit einer nicht schussbereiten Waffe bedroht hatte. Die Beamten zogen den Revolver und die dazu passende Munition ein, die der Mann an einem Gürtel am Wohnzimmerschrank hängend aufbewahrt hatte.
Außerdem war er im Besitz von Betäubungsmitteln, die ebenfalls sichergestellt wurden.

Am Samstag teilte eine besorgte Partyteilnehmerin gegen vier Uhr über Notruf mit, dass ein betrunkener Gast mit seinem Auto nach Hause fahren wolle. Von anderen Gästen ließ er sich nicht von diesem Vorhaben abhalten, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Beamten stellten den 22-Jährigen aus Sulzbach auf dem Nachhauseweg. Er war alkoholisiert, muss nun mit einer Geldbuße von mindestens 500 Euro, mindestens vier Punkten im Verkehrszentralregister und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen.

In Dudweiler kam es an Neujahr gegen 8.50 Uhr auf offener Straße zu einer Schlägerei unter drei Männern, wie Zeugen über den Notruf der Polizei mitteilten. In der Sulzbachtalstraße konnten Beamte nur noch den 35-jährigen Geschädigten aus Dudweiler antreffen, der von den Zeugen betreut worden war. Der alkoholisierte Mann wies nach Polizeiangaben nicht unerhebliche Gesichtsverletzungen auf und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Von den beiden dem Opfer bekannten Tätern fehlte jede Spur, aber die Zeugen gaben sehr gute Personenbeschreibungen ab.

Aber auch die Vierbeiner ließen die Beamten ausrücken: „Wie jedes Jahr zu Silvester wurden uns mehrere entlaufene Hunde gemeldet“, teilte die Polizei-Inspektion Sulzbach gestern mit. Ein entlaufener Jack-Russel-Terrier konnte seinem Besitzer in Dudweiler am Silvesterabend wieder gebracht werden.

Am Silvestermittag fing ein Mann aus Sulzbach im Wald bei Altenwald gegen 15.40 Uhr einen Staffordshire-Mischling ein, der zuvor seinen Golden Retriever attackiert hatte. Der Hundehalter war schnell gefunden und ihm der Vierbeiner übergeben. Beide Hunde schienen unverletzt, heißt es weiter im Polizeibericht.

Pünktlich zum Feuerwerk entlief ein Dalmatiner-Mischling seinem Herrn in Dudweiler, was dieser bei der Polizei kundtat. Gegen 2.30 Uhr meldete eine Frau aus Dudweiler, dass ihr ein solcher Hund zugelaufen sei. Auch in diesem Fall wurden Hund und Herrchen wieder rasch zusammengeführt.

Für einen Labrador-Pudel-Mischling endete der Ausflug tödlich: Er lief an Silvester auf die Autobahn 623, wo er von einem Pkw erfasst wurde und vor Ort verendete. Zwei weitere Fahrzeuge konnten nach Polizeiangaben dem toten Tier nicht mehr ausweichen und überfuhren den Körper ebenfalls. Sein Besitzer aus Sulzbach meldete den Hund gegen 21 Uhr als entlaufen. Aufgrund seiner Beschreibung lag es nahe, dass es sich bei dem beim Unfall getöteten Hund um seinen handelte. Beamte suchten die Unfallstelle mit dem Besitzer auf. Dort erkannte er seinen Hund.

Wegen Alkohol am Steuer mussten die Ordnungshüter auch in Dudweiler einschreiten. Ein 23-Jähriger aus St. Ingbert meldete, er sei an Neujahr gegen 6 Uhr im parkenden Auto seines Freundes von einem Bekannten aus Dudweiler angegriffen worden. Nachdem er diesen Sachverhalt der Polizei über Notruf mitgeteilt hatte, wollte er von seinem Freund nach Hause gebracht werden. Auf der Heimfahrt traf die Polizei sie an und stellte fest, dass der 23-jährige Fahrer aus Rheinland-Pfalz alkoholisiert war. Die Fahrt war zu Ende, der Fahrer muss nun mit mindestens 500 Euro Bußgeld, mindestens vier Punkten im Verkehrszentralregister und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen. er/me
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