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Chinesischer Nationalcircus kommt im Januar mit neuer Show nach Saarbrücken

Die neue Show entführt den Zuschauer nach „Chinatown“. Foto: chinesischer Nationalcircus

Die neue Show entführt den Zuschauer nach „Chinatown“. Foto: chinesischer Nationalcircus

Die Flüchtlingskrise ist momentan in aller Munde. Auch der Chinesische Nationalcircus greift in seiner neuen Show „Chinatown – die Faszination einer Kultur in der Fremde“ diese Thematik auf: „Völkerwanderungen gab es schon immer. Die Übersee-Chinesen waren die ersten Wirtschaftsflüchtlinge, die es in der neueren Geschichte gegeben hat“, steht für Produzent Raoul Schoregge fest. Dass das bereits seit langem geplante Programm genau in die Zeit passt, sei jedoch ein Zufall gewesen.

Die Show, mit der das Ensemble am Sonntag, 17. Januar, 14.30 und 19 Uhr, in der Saarlandhalle in Saarbrücken gastiert, möchte sich mit den vielen, über den ganzen Globus verbreiteten Exklaven des chinesischen Lebens befassen. „,Chinatowns' gibt es auf der ganzen Welt – zu den größten zählen jene in New York und San Francisco mit jeweils 600 000 Menschen“, sagt Schoregge. Er glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es solche Stadtviertel auch in Deutschland gibt.

Die Produktion soll mittels der Kunstform der Akrobatik aufzeigen, was aus den Leuten geworden ist, die ihr Land verlassen und in anderen Ländern ihr Glück versucht haben. Dabei drehe sich alles um die Frage, wie sich ihre Kultur in der Fremde verändert hat. Damit wollen die Macher an das erfolgreiche Konzept ihrer Tour „Shanghai Nights“ anknüpfen, die 2013 in Saarbrücken Premiere feierte und nun in Holland, Frankreich und Spanien fortgesetzt wird.

„Wir präsentieren nicht einzelne Nummern, sie passieren einfach. Die dafür benötigten Requisiten aus dem alltäglichen Leben stehen auf der Bühne“, erklärt der Produzent.

Handlungsort ist eine Straßenkreuzung mit einem Asia-Shop und einer Garküche. Deren Inhaber kommen mit den verschiedenen Auswüchsen der Parallelwelten in Kontakt. Mal wird bei einem Neujahrsfest ein traditioneller Löwentanz aufgeführt, ein anderes Mal treten junge, als Punks gestylte Artisten ihre Kultur sinnbildlich mit Füßen. Und die Hut-Jonglage-Nummer einer Straßengang soll an einen Breakdance-Battle erinnern.

Nach den letzten Proben im November in China war das Ensemble Anfang Dezember im Ruhrgebiet mit den finalen Vorbereitungen für die neue Tour beschäftigt, bei denen Licht und Technik eingerichtet und die endgültigen Kostüme ausgewählt wurden. Eine Schwierigkeit sei dabei gewesen, Outfits für die weiblichen Akteure zu finden, in denen sie ein bisschen burlesk, aber nicht zu sexy aussehen, so Schoregge. Mitte Dezember feierte die neue Tour dann in Tschechien ihre Premiere.
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