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Christian Eggert wird zur Stütze für den FCS

Saarbrücken. Am Freitagabend schien es, als sei Christian Eggert der einsamste Mensch im Saarland. Allein und tropfnass stand der Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken minutenlang in den Katakomben des Ludwigspark-Stadions. Nur zum Schütteln des Kopfes löste sich ab und zu die Schockstarre. Nach dem 2:2 gegen den VfL Osnabrück machte er sich Vorwürfe: „Beim 1:2, das war mein Mann. Die Zuordnung war eindeutig. Der schubst und zerrt zwar, aber da gibt es keine Frage. Ich muss da ran und ihn stören.“

Fähigkeit zur Selbstkritik

Die Fähigkeit zur Selbstkritik ist eine der vielen positiven Eigenschaften des 25-Jährigen, der vor der Saison von Regionalligist Borussia Dortmund II kam. Er hat mit seiner Art Fußball zu spielen den Weggang von Kapitän Marcus Mann zu Drittliga-Konkurrent SV Wehen vergessen gemacht. Eggert ist robust im Zweikampf. Mit seinem gutem Auge kann er das Spiel eröffnen, mit einem Kurzpass ebenso wie mit einem weiten Diagonalpass. „Wir wurden hier gut aufgenommen und haben uns klasse eingelebt“, sagt Eggert nicht nur auf den Fußball bezogen: „Über die Kinder haben wir schnell Kontakt zu den Nachbarn gefunden. Das ist im Saarland doch familiärer als im Ruhrgebiet.“ Mit seiner Familie hat der außerhalb des Platzes ruhig und introvertiert wirkende Eggert in Heusweiler ein Zuhause gefunden. „Kalle“ fühlt sich wohl.  „Kalle ist mein Spitzname“, erklärt Eggert, „das stammt aus meiner Zeit in der Jugend von Schalke 04. Damals spielte ich im Sturm. Weil ich so dribbelte wie Karl-Heinz Rummenigge, nannten sie mich irgendwann halt Kalle“.



Sehnenreizung unter dem Fuß

Eggerts Welt scheint in Ordnung, privat und sportlich. Der FCS steht auf Rang drei, die Serie von 17 Spielen ohne Niederlage hält an. „Es ist gut, das zwei Wochen Pause ist“, unterbricht er, „ich muss dringend diese Geschichte am Fuß auskurieren“. Seit dem Testspiel gegen Erstligist Borussia Mönchengladbach (1:0) am 13. Juli plagt Eggert sich mit einer Sehnenreizung unter dem Fuß. Die Schmerzen waren zeitweise heftig. „Ich habe sogar einen Stollen am Fußballschuh abgesägt, damit nicht mehr so viel Druck auf die Fußsohle kommt.“ Kürzer treten ist in der Länderspiel-Pause angesagt. Und dadurch mehr Zeit für die Familie. Und die wird Eggert davon überzeugen, dass er nicht allein im Saarland ist.

Am Freitag bestreitet der 1. FC Saarbrücken ein Testspiel gegen Zweitligist FSV Frankfurt. Gespielt wird im Nidda-Sportfeld des FV Bad Vilbel, Anstoß ist um 17.30 Uhr.
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