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Commerçon will Ethikunterricht ab Klasse fünf einführen

Der Ethikunterricht an den weiterführenden Schulen im Saarland soll künftig auf die unteren Klassenstufen ausgeweitet werden. „Wir verzeichnen in den letzten Jahren ein steigendes Interesse am Fach Ethik“, sagte Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD). Zugleich nehme eine größer werdende Anzahl von Schülern nicht am Religionsunterricht teil, und für einige Glaubensgemeinschaften werde gar kein Religionsunterricht angeboten. „Vor diesem Hintergrund ist ein möglichst früh einsetzender weltanschaulicher Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler sinnvoll und wünschenswert. Eine frühe Werteerziehung leistet einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Menschen“, sagte der Minister.

Noch können Schüler erst ab der Klassenstufe neun Ethik- statt Religionsunterricht besuchen. Schüler der unteren Klassenstufen, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, werden bislang in anderen Klassen mitbetreut. Ab Klassenstufe neun besuchen etwa 1800 Schüler der Klassenstufen neun und zehn der Gemeinschaftsschulen Ethikunterricht. An den Gymnasien sind es rund 2800 Schüler der Jahrgangsstufen neun bis zwölf.

Ab dem Schuljahr 2015/16 sollen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien – wie bereits kurz berichtet – die Möglichkeit erhalten, Ethik schrittweise in allen Stufen ab der fünften Klasse als Ersatzfach einzuführen. Bereits im neuen Schuljahr wird den Angaben zufolge eine Lehrplankommission eingesetzt, die für beide Schulformen aufeinander abgestimmte Lehrpläne entwickeln soll. Inhalte des Ethikunterrichtes könnten etwa Verhaltens-, Demokratie- und Friedenserziehung, Regeln des Zusammenlebens der Geschlechter, Ethnien und Generationen sowie religionskundliche Inhalte sein.

Die Landeselterninitiative begrüßt die Entscheidung, den Ethikunterricht auszuweiten. „Dies fördert das Nachdenken über gemeinsame Werte und den respektvollen Umgang miteinander sowie den Dialog von Schülern unterschiedlicher Herkunft und Religionen“, sagte der Sprecher der Initiative, Bernhard Strube. Der Ethikunterricht könne zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler beitragen und demokratisches Engagement sowie Gemeinsinn stärken.

Den Grünen im Landtag geht der Vorstoß nicht weit genug. Der bildungspolitische Sprecher Klaus Kessler kritisierte, dass die Schulen für den zusätzlichen Unterricht nicht mehr Lehrerstunden erhalten sollen: „Dies ist keine echte Verbesserung, da zur Erteilung des Ethikunterrichts andere Unterrichts- und Schulangebote gestrichen werden müssen und kein landesweit einheitlicher Ethikunterricht an den Schulen angeboten wird.“ Er forderte, Ethik verbindlich neben Religion als „echte Alternative fest im Stundenplan zu verankern“.
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