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Containeraufbau ab nächster Woche - ob Flüchtlinge am Flughafen am 1. Februar umziehen können, ist offen

Der Bau des Containerdorfs am Zweibrücker Flughafen soll Anfang nächster Woche beginnen. Das teilte die Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, Miriam Lange, auf Merkur-Anfrage mit. Ob dort wie geplant am 1. Februar Flüchtlinge einziehen können, konnte Lange nicht sagen: „Ich weiß nicht, wie schnell alles fertig ist“, sagte sie. Das sei vor allem vom Wetter abhängig. Bei widrigen Bedingungen wie sehr niedrigen Temperaturen seien Verzögerungen nicht auszuschließen. Auf die Frage, warum die ADD nicht früher mit dem Aufbau der Container begonnen habe, antwortete Lange, dass ein gewisser Vorlauf notwendig sei, weil das alles erst einmal geplant werden müsse: „Man baut nicht eben mal so ein Containerdorf.“

Eigentlich soll das Flughafenterminal am 1. Februar geräumt werden und die dort untergebrachten Flüchtlinge in das Containerdorf auf dem Airportgelände umziehen. Das sei laut ADD nötig, um einen Nutzungskonflikt zwischen Flugbetrieb und Flüchtlingsunterbringung zu vermeiden (wir berichteten). Ob die Flüchtlinge im Fall der Fälle auch noch etwas länger im Terminal bleiben können, konnte Lange gestern nicht sagen. Nur so viel: „Wir werden eine Lösung finden.“

Grundsätzlich gilt, dass die einzelnen Flüchtlinge in nächster Zeit länger in den vom Land betriebenen Erstaufnahmeeinrichtungen wie der am Flughafen bleiben sollen. Denn: Landesweit sollen erst einmal nur noch 1000 statt 1500 Asylsuchende pro Woche auf die Städte und Gemeinden verteilt werden, später sollen es noch weniger sein. Das teilte das Land am Mittwoch nach einem Gespräch von Vertretern der rheinland-pfälzischen Kommunen mit Ministerpräsidenten Malu Dreyer ( SPD ) mit (wir berichteten). Für Zweibrücken nahm Sozialamtsleiterin Birgit Heintz an dem etwa anderthalbstündigen Treffen in Mainz teil. Sie zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Das gibt uns etwas Luft zum Atmen.“ Sie rechnet damit, dass die Stadt Zweibrücken im Februar nur etwa 20 statt wie bisher 50 bis 60 Asylsuchende pro Monat aufnehmen muss (Dazu zählen nicht die Flüchtlinge am Flughafen, für die ja das Land zuständig ist). „Das gilt aber erst einmal nur für Februar“, betonte Heintz. Was danach sei, hänge vor allem auch davon ab, wie viele Flüchtlinge dann ins Land kommen. Zuletzt hat der Zustrom aufgrund des Winters abgenommen.

Froh ist Heintz auch über die Zusage, dass die Kommunen auch weiterhin 14 Tage vorher über die Ankunft neuer Flüchtlinge informiert werden. Denn an deren Unterbringung hänge eine ganze Menge Logistik, betonte die Sozialamtsleiterin. So müssten etwa die Wohnungen vorbereitet werden und auch die nötigen Papiere rechtzeitig bereitliegen. Derzeit beherberge die Stadt knapp 350 Flüchtlinge .

„Gut aufgestellt“ sei Zweibrücken laut Heintz, was die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt anbelangt. Hier kommt inzwischen ein von Land, Stadt sowie Arbeitsagentur finanzierter „Beschäftigungspilot“ zum Einsatz, der die Flüchtlinge in ihren Wohnungen aufsucht und auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit begleitet.
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