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DFB-Pokal: Alle warten auf das Spiel des Jahres

Saarbrücken. Alle Anstrengungen sind auf einen Punkt fokussiert: Sonntag, 16 Uhr, Ludwigsparkstadion Saarbrücken. Der Countdown zum Erstrundenspiel im DFB-Vereinspokal zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Schalke 04 läuft unaufhaltsam. „Wir werden in der Vorbereitung nichts anders machen, als bei einem gewöhnlichen Drittliga-Spiel“, sagt FCS-Trainer Jürgen Luginger, der nur auf die Langzeitverletzten Pascal Pellowski, Manuel Stiefler und Marcel Ziemer verzichten muss.

Der Champions-League-Teilnehmer aus Gelsenkirchen wird am Samstagnachmittag auf dem Flughafen Ensheim landen. Dabei fehlen Christoph Metzelder (Leiste), Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones (gesperrt), hinter dem Einsatz von Chinedu Obasi und Jefferson Farfán stehen noch Fragezeichen. „Es ist egal, wer bei Schalke auf dem Feld stehen wird. Ich habe mir einige Aufstellungen aufgezeichnet und schnell festgestellt, wie viele Möglichkeiten Huub Stevens da hat“, sagt Luginger lächelnd: „Wir müssen einfach unsere 100 Prozent erreichen und eiskalt zuschlagen, wenn sich Schalke eine Auszeit gönnt.“

Der Bundesligist gönnt sich ein Vier-Sterne-Hotel, die FCS-Spieler werden sich zu Hause vorbereiten. „Meine Eltern kommen zu Besuch. Wir werden essen gehen. Danach gehe ich früh ins Bett“, erzählt Tim Kruse, mit fünf Einsätzen im DFB-Pokal der erfahrendste FCS-Fußballer: „Schalke ist aber eine neue Hausnummer. Das kribbelt gewaltig.“

25?000 Karten hatte der FCS bis Freitagvormittag abgesetzt, Schatzmeister Dieter Weller hofft, dass der Verein trotz Temperaturen von weit über 30 Grad die 30?000-Grenze noch knacken kann. „Es gibt an der Tageskasse noch 5000 Tickets“, sagt Weller, „die Kassenhäuschen öffnen bereits um 10 Uhr“. Wenig später – um 12.04 Uhr – startet in Bliesransbach das große Schalke-Fan-Treffen. Der dortige Fanclub „Goldgräbercamp“ erwartet rund 500 Königsblaue sowie Schalkes Finanzvorstand Peter Peters. Um 14 Uhr wollen Fans und Mannschaft sich auf den Weg zum Ludwigspark machen. 30 Minuten später erfahren die Spieler von Jürgen Luginger, wer gegen den Bundesligisten auflaufen darf. Dabei scheint völlig offen, ob der Ex-Schalker Ufuk Özbek wieder die zentrale Mittelfeldrolle einnimmt oder – wie beim 2:1 gegen Borussia Dortmund II – Sven Sökler Regie führen darf. „Mir ist egal, gegen wen ich spiele. Hauptsache, ich spiele“, erklärt Sökler, der einen leichten Schnupfen hat.

Sökler oder eben Özbek dürften auf Schalker Seite auf Marco Höger treffen, der in der zu erwartenden Mittelfeldraute die defensive Position einnehmen wird. „Mit dem Sieg am vergangenen Spieltag beim BVB haben die Saarbrücker wieder Selbstvertrauen getankt. Das Ludwigsparkstadion wird voll sein. Es wird definitiv ein schweres Spiel für uns“, sagt Höger: „Bei unserem Anspruch müssen wir dennoch weiterkommen. So gehen wir auch in das Spiel.“ Um 16 Uhr wird Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) den Tanz eröffnen. „Es wird natürlich brutal heiß und für alle Beteiligten, die auf dem Platz stehen, ein unglaublich anstrengendes Spiel werden. Grundsätzlich sind es aber für alle 22 Spieler dieselben Bedingungen“, betont Schalkes Kapitän und Nationalspieler Benedikt Höwedes: „Wir müssen trotz der Ausfälle, die wir aufgrund von Sperren oder Verletzungen kompensieren müssen, eine Runde weiterkommen. Was anderes zählt für mich nicht.“ Im Saarland hoffen dagegen viele auf ein blau-schwarzes Wunder – auch Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD): „Ich tippe auf ein 1:0. In der nächsten Runde zieht der FCS hoffentlich wieder ein Bundesliga-Team.“



 

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