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DFB-Pokal: FCS scheint logistisch gerüstet für Spiel gegen Werder Bremen

Das Zugangsrecht auf sauberes Wasser hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen am 28. Juli 2010 als Menschenrecht anerkannt. Dass damit auch die Wasserversorgung im Saarbrücker Ludwigsparkstadion gesichert ist, scheint aber zu kurz gedacht. Zumindest war es vergangenes Jahr beim DFB-Pokalspiel des Drittligisten 1. FC Saarbrücken gegen Bundesligist Schalke 04 nicht so: 30 000 Zuschauer waren am 19. August ins Ludwigsparkstadion gekommen, mehr als 80 davon musste das Deutsche Rote Kreuz an diesem Sonntag verarzten. Sie kamen mit der Hitze nicht zurecht, dehydrierten, kippten einfach um. Auf über 40 Grad Celsius heizte die Sonne das Rund damals auf. Dass in solch einem Klima Menschen kollabieren, scheint selbstredend, vor allem dann, wenn kein Wasser da ist. Und das war es nicht. Bereits eine Viertelstunde vor Spielbeginn hatten einige Getränkestände kein Wasser mehr im Angebot. Ebenso schlimm: Die Stände waren offensichtlich mit zu wenig Personal besetzt. Wartezeiten von über einer halben Stunde waren Usus.

Fehler im vergangenen Jahr

Der 1. FC Saarbrücken hatte damals die Bewirtung (Catering) an die Firma Schröder Fleischwaren übertragen. Deren Geschäftsführer Willi Walter hatte das Catering für das Spiel organisiert. Gestern sagte er: „Wir hatten bis zum Schluss alkoholfreie Getränke im Stadion.“ Doch leider nicht an den Ständen: „Das Problem war, dass wir zu wenige Warendepots hatten, von denen die Wege zu den Ständen weit waren.“ Daher sei es beim Ausschank zu Nachschubproblemen gekommen. Auch sei die Infrastruktur des Stadions, das heute seinen 60. Geburtstag feiert, nicht mehr darauf ausgelegt, ein solches Spiel mit allen heutigen logistischen Standards durchzuführen. Das Ende des unschönen Sonnentages ist bekannt: Der FCS verlor das Spiel 0:5 – und eine Menge Fans, die mit der Organisation höchst unzufrieden waren. Der FCS stieß in der Folge ein Brunnenprojekt in Benin an. Als Entschädigung sozusagen (siehe Text unten).

Nun ist am Sonntag Erstligist Werder Bremen zu Gast im Ludwigsparkstadion (14.30 Uhr). Wieder ein Pokalspiel – 20 000 Fans könnten kommen, und wieder werden die Temperaturen auf über 30 Grad klettern. Und wieder übernimmt Schröder das Catering. „Dieses Mal sind wir besser vorbereitet“, erklärte FCS-Präsident Paul Borgard gestern. Und auch Walter meinte, „dass wir aus der alten Dame Ludwigspark das rausholen, was rauszuholen ist“. Dieses Jahr soll es 33 Verkaufsstände geben, vergangenes Jahr waren es 24. Anstatt sechs Warendepots wird es am Sonntag 18 geben, anstatt 90 Catering-Mitarbeiter werden 166 im Einsatz sein. Anstatt 0,4-Liter-Becher gibt es nun 0,5er-Becher. Dass das Angebot ausgeweitet werden konnte, sei ein Produkt der guten Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden. Die Stadt ist Eigentümerin des Stadions. Daher sind bei solch einer Planung auch immer Ordnungsamt, Straßenbauamt und Feuerwehr mit am Tisch. „Wir haben alles Mögliche getan“, sagte Borgard, der auch hofft, dass „die Fans so vernünftig sind, und sich nicht drei Stunden ohne Sonnenschutz ins Stadion stellen“. Denn dann nütze auch das Recht auf Wasser nichts mehr.


HINTERGRUND

Am Sonntag ist neben dem Pokalspiel auch noch das Saar- Spektakel in der Stadt Saarbrücken. Mit Parkplatzproblemen ist zu rechnen, daher raten Polizei und Verein den Fans, mit Nahverkehrsmitteln anzureisen. Schaffen sie das nicht, stehen folgende Parkplätze zur Verfügung: Unterhalb der Westspange: 500 Plätze zum Fantarif (von 13 Uhr bis 17 Uhr für drei Euro). Parkhaus an der Congresshalle (400 Plätze/Fantarif ). 400 Plätze im Q-Park-Gebäude am Hauptbahnhof (normaler Tarif/ab 12 Uhr). Dazu stehen etwa 430 Parkplätze in der Brauer-, Schützen- und Stromstraße für drei Euro zur Verfügung. kip

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