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DJ Brasilienkenner mischen Beats

Saarbrücken. Wer unter unseren winterlichen Temperaturen leidet, dem sei ein Besuch im Jazzkeller Saarbrücken in der Dudweilerstraße 26 empfohlen. Dort kann man sich warm, ja sogar richtig heiß tanzen – und zwar zu Rhythmen, die schnurstracks ins sonnige Rio de Janeiro entführen: einem Mix aus NuBossa, Latin House und anderen lateinamerikanischen Club-Schwingungen. „Rio Beats“ lautet (nicht nur) jetzt am Freitag das Motto des Saarbrücker Duos DJ Bastard Batucada featuring Live-Percussion by Michael Zimmer.

Hinter dem ominösen Bastard Batucada verbirgt sich Musikproduzent Thomas Woll, ein gebürtiger Illinger. Wie viele Musiker der Illinger Szene hegt Woll, er lernte einst Saxofon und Klarinette, eine experimentelle Ader und bestritt eine der allerersten Performances beim unvergessenen Illinger Burgfest für Neue Musik. Anno 1995 verschlugs ihn freilich für lange Zeit nach Brasilien, von wo aus er mit einheimischen Musikern internationale CD-Zusammenstellungen à la Brasilectro und Caipirinha Classics speziell für europäische Tanzboden-Vorlieben produzierte. Vom Produzent zum DJ: Das Wort „Bastard“ bedeute, so Woll, „dass zwei Musikrichtungen vermischt werden“. „Batucada“ heißen die Samba-Shows in Rios Straßen, und es soll signalisieren, dass „ich die Sachen nochmal anreichere durch vorproduzierte perkussive Teile“.

Den Haupt-Überraschungsfaktor bezieht Rio Beats aus der Percussion von Michael Zimmer, einem seit Jahrzehnten durch Projekte wie Zeitenklang, Samba o' leck!, Dundumba bis Bossa 68 in der Saarszene bekannten Multiinstrumentalisten. Vor eineinhalb Jahren fanden die beiden (unter dem Nenner „Remixando“ kreuzen sie Klassik und Percussion) zusammen. Während Woll am Mischpult Lautstärke- und Frequenzen-Regler manipuliert, geht Schlagwerker Zimmer „durch Improvisation spontan auf Reaktionen des Publikums ein“. Auch er ist Brasilien-Kenner und kehrte jüngst erst von einem Trip aus Rio heim, wo emsig für den Karneval trainiert wurde. „Ich habe selten so viele gute Musiker auf einem Haufen gesehen“, schwärmt Zimmer.

Nicht minder vom Charme der Brasilianerinnen begeistert, bescheinigt er ihnen und dem ganzen Menschenschlag einen „ganz anderen Duktus: Es geht viel entspannter und selbstbewusster zu“.

Rio Beats im Jazzkeller, Dudweilerstraße 26, Freitag, 6., Samstag, 14. Februar und Samstag, 14. März; jeweils 22 bis 2 Uhr.
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